Astrohistory.de
Astrologie der Heliosphäre
Astrohistory
Zeichen der Zeit
Bildergalerie
Kontakt
Zeichen der Erde
Zeichen der Geschichte
about astrohistory
Feedback
Impressum
Zeichen der Zeit

                                                                                                                                                                                Foto:   Isis versteinertWDK 2012

Am  29. Januar 2011 um 17:41 lief der Planet Uranus über den Frühlingspunkt — 0° Widder im tropischen Tierkreis — und beginnt, bezogen auf die Erdbahn, einen neuen, etwa 84 Jahre dauernden Zyklus. Uranus ist der aktuelle Schrittmacher der Entwicklungen und Veränderungen des menschlichen Lebens, deshalb weist er die für ein durchschnittlich langes Menschenleben signifikante Umlaufzeit von 84 Jahren um die Sonne auf. Und wir spüren es heute alle: Eine neue Ära beginnt!

Mit Blick auf die zyklische Tragweite dieses Wiedereintritts des Uranus in das erste Zeichen des Tierkreises sollte man nicht damit rechnen, dass der zeitgleiche weltweite Aufstand der Menschen (mit Schwerpunkt in Nordafrika und Nahost) gegen Korruption, Diktatur und Bevormundung nur eine kurze, vorübergehende Angelegenheit über ein paar Monate wäre. Denn mit diesem astronomischen Ereignis sind auf Dauer sehr viel weitgehendere Veränderungen in der menschlichen Gesellschaft und in allen Bereichen des Lebens zu erwarten.

Die anstehenden Weiterentwicklungen betreffen auch die Astrologie. Die erste auf  astrohistory.de  durchgeführte Revolutionierung zeigt in bewusster Abhebung von klassischen Regelwerken eine neue astrologische Zuordnung der Planeten der Heliosphäre zu den Zeichen des Tierkreises. Und in konsequenter Anwendung der Logik der 64 Zeichen des I Ging eröffnen sich die Perspektiven der Astrologie von nun an auf deutliche und strukturell einleuchtendere Weise als bisher. Anhand von zwei Beispielen wird diese zeitgemäße Methode der Astrologie der Heliosphäre hier zum ersten Mal veröffentlicht: Zunächst der Eintritt von Uranus in das Zeichen Widder 2011, daraufhin der einen Zyklus zuvor erfolgte des Jahres 1927.


     Abbildung 1: Uranus —> 0° Widder, 2011

    "Revolution" war in den ersten Monaten 2011 der wohl meist-erwähnte Begriff in den Medien. Die konsequente Logik dieser Tatsache beinhaltet die Frage nach: "wann springt der Funke nachhaltig auf Europa und Deutschland über?". In den ersten Wochen nach den geglückten Revolutionen der Bevölkerung in Tunesien und Ägypten, aktuell nach dem langwierigen Verlauf des Aufstandes gegen Gaddafi in Libyen und dem Desaster von Fukushima, führt uns ein astrologisches Mandala (das einen stilisierten bildhaften Eindruck von der besonderen Zeitqualität des Uranus-Transits über den Frühlingspunkt wiedergibt) die schwierige Wahrheit vor Augen, dass die Gemüter längst überall entzündet sind und sich momentan lediglich weiter auswirken, weil nach heliozentrischen astrologischen Prinzipien dieser Funke den gesamten Globus unseres Planeten schon erfasst hatte, als sich das alle 84 Jahre wiederkehrende astronomische Phänomen Ende Januar 2011 ereignete.

    Das im Januar ausgebrochene nahezu globale revolutionäre Treiben lässt sich in Kenntnis der planetaren Konstellationen dieses Epoche-Kosmogramms durchaus nicht lediglich auf die Entfaltung der zarten Wurzeln der "Jasmin-Revolution" von Tunesien über Ägypten nach Libyen und in weiteren arabische Staaten — mit deutlichem Echo in China — beschränken. Weltweit schwingen sich die Menschen zu neuen und dynamischeren sozialen Einstellungen auf. Auch in Kroatien, Italien und den USA wird jetzt massiver gegen Korruption und Staatsausbeutung gewisser elitärer Kreise und Regime demonstriert. In Deutschland kündigte sich diese Stimmung bereits im Herbst 2010 an, mit den spektakulären Demos entlang der Castor-Transport-Strecke und gegen den ehrgeizigen Neubau eines futuristischen Bahnhofs in Stuttgart. In Berlin gingen dann Ende Januar / Anfang Februar Tausende wegen der angekündigten Räumung eines alternativen Wohnprojektes auf die Straße. Die Großdemonstration am 29. Januar geriet faszinierender-weise genau während der Minuten des exakten Übergangs von Uranus über den Frühlingspunkt um 17 Uhr 41 vollends zum Aufruhr, bei dem im Lauf des Abends 40 Polizisten verletzt wurden [1].


Das zentrale Zeichen

    Das Symbol im Zentrum des Kosmogramms (Abbildung 1) versinnbildlicht den aktuellen Eintritt des Planeten Uranus über den Frühlingspunkt in das Tierkreiszeichen Widder. Es entstammt dem Zyklus der 64 I-Ging-Hexagramme einer altertümlichen Symbolsprache auf der Jahrtausende alte asiatische Kulturen gründen. Kulturen mit archaischen Schriftzeichen, wie sie in den Ländern des Fernen Ostens bis heute verbreitet sind; Hieroglyphen, die den Kosmos unserer irdischen Natur schon früh ganzheitlich beschrieben haben. Der komplette Satz der 64 Zeichen erfüllt als Außenring in jedem astrohistory-Kosmogramm die Funktion eines Feldersystems zusätzlich zum Kreis der 12 Tierzeichen, ähnlich wie die aus der klassischen Astrologie bekannten Erdraumfelder ("Häuser"), jedoch mit um ein Vielfaches differenzierterer Aussagefähigkeit [2].

  Abbildung 2 : Schriftzeichen für I-Ging-Hexagramm Nr. 49, Die Revolution / Die Mauser.

Das vorliegende zentrale Zeichen heißt im profanen Schriftchinesisch "Leder", oder als Verb "verändern, transformieren", deshalb auch "häuten" und "mausern" — außerdem "jemanden seines Postens entheben, entlassen, degradieren". Im Zusammenhang mit der Benennung zyklisch wiederkehrender sozialer Konflikte — die das Buch der Wandlungen (I Ging), eine der "heiligen" Schriften Asiens, als 8 x 8 Trigramme = 64 Hexagramme abbildet, entsprechend den 64 schwarz-weißen Feldern des Schachspiels — bedeutet es "Wege zum Umsturz, Revolution, Erneuerung".

Der folgende Text wendet sich vor allem an Astrologie-erfahrene Leser, die ihr Wissen über die vom Autor entwickelte Deutungs-Methode der ASTROLOGIE DER HELIOSPHÄRE vertiefen wollen. Eine grundsätzliche und einführende Darlegung findet sich auf astrohistory.com


Die Ringe des Kosmogramms

    Der an den zentralen Kreis angefügte Ring hebt die in der inneren Heliosphäre gelagerten Planetenkräfte hervor; erstens das Helio-Barycenter; zweitens Merkur; drittens Venus; außerdem den Erdnahen Asteroiden Cruithne, sofern er sich auf seinem Sonnenumlauf innerhalb der Erdbahn befindet. An diesen inneren Ring fügt sich der tropische Tierkreis mit Positionen der Erde und gegebenenfalls von Erdknoten und rechnerischen Punkten. Den nächst-äußeren Ring teilen sich alle Himmelskörper außerhalb der Erdbahn wie Mars, Ceres + Ceresgürtel-Asteroiden, Jupiter, Saturn, der Bahnkreuzer Damocles, die Centauren und die äußeren Planeten und Planetoiden der Heliosphäre. Im abschließenden Kreis der 64 I-Ging-Hexagramme sind Positionen von auffälligen Sternen angedeutet, die sich in Konjunktion mit Planeten befinden und dadurch deren Prinzip besonders betonen.


Pluto und der Kugelsternhaufen Messier 22

    So repräsentieren die dem Zeichen Fische zugeordneten Asteroiden und Kleinplaneten im Kuiper-Gürtel, namentlich Pluto und Eris, das Prinzip des Wandels und aller Veränderungen mit kollektiven bis kataklysmischen Ausmaßen. Pluto ist einer davon — einer der wichtigsten. Er befindet sich im 6ten Grad Steinbock nur noch etwa 3 Grad (März 2011) entfernt von M22, dem bekannten Kugelsternhaufen im Sternbild Schütze [3]. Die australische Astrologin Bernadette Brady sieht M22, genannt "Facies", als eine Kraft, die dem durchdringenden Blick eines Scharfschützen und dem Laser-Strahl einer tödlichen Waffe gleiche und sie assoziiert damit im Allgemeinen das Prinzip der Rücksichtslosigkeit, speziell aber auch die rücksichtslose Durchsetzung von Anordnungen politischer Führer, denen in der Regel eine größere Anzahl Menschen zum Opfer fällt [4]. Im Zusammenhang mit dem Gesellschafts-verändernden Pluto lässt sich diese Konstellation für das Jahr 2012 relativ eindeutig interpretieren — allerdings nicht so einfach formulieren ohne in der Zwerchfellgegend beunruhigende Nebeneffekte auszulösen — zumal die Pluto-Facies-Konjunktion mit einem Quadrataspekt einhergeht, den Uranus in den nächsten Jahren auf Pluto wirft (das heißt, darüber sollten wir nochmal gesondert nachdenken lassen, an anderer Stelle)!                                                 

   Abbildung 3: Planeten, Aspektzahlen und Domizile des heliozentrischen Tierkreises  

     Aber was bedeutet ein Quadrataspekt eigentlich? Nach dem heliozentrischen Astrologie-Konzept von astrohistory.de zeigt das Quadrat einen zugespitzten und Richtung-ändernden Konflikt, der sich konkret in der Realität manifestiert, wobei die Art dieser Manifestation abhängig ist von der Stellung und den Aspekten der Erde (die vierte Kraft im Tierkreis). Im vorliegenden Fall befindet sich die Erde im ersten Drittel des Löwe-Zeichens und verleiht dadurch in diesem Fall allen Quadrataspekten eine feurige, kämpferische und idealistische Qualität und eine, die vom kosmischen Zustand des Planeten Mars beeinflusst wird, weil Mars als fünfte Kraft der Heliosphäre sein Domizil — und damit den Bereich der ihm verwandten Wirkung — im fünften Tierkreiszeichen Löwe hat.


Die Aspekte

    Der am stärksten betonte Aspekt dieses Ingress-Kosmogramms ist das abnehmende Quadrat, das Venus aus dem Jupiterzeichen Waage auf Pluto wirft. Venus steht für die individuelle Darstellung einer sozialen Rolle, das persönliche Rollenspiel, welches im Allgemeinen alle Ebenen individueller Kommunikation umfasst, somit Veranlagung und Verhalten in jeder möglichen Art materiellen, sinnlichen, geistigen und spirituellen Ausdrucks und Austauschs von Mensch zu Mensch. Genau umgekehrt zur klassischen geozentrischen Regel findet deshalb die Venus in der heliozentrischen Astrologie ihr Domizil im Luft-Zeichen Zwillinge, während Merkur das Zeichen Stier verkörpert. Hier nun ist das Venus-Pluto-Quadrat nach dem sekundengenauen Mars-Saturn-Trigon der stärkste Hauptaspekt, weil Venus bereits 0,04° vor dem rechnerisch exakten Aspekt-Ort steht [5].

     Um dem gerade für Laien äußerst abstrakt erscheinenden Wirrwarr an Linien und Mustern im Kosmogramm eine sinnvolle Bedeutung zu entnehmen, müssen die Aspekte genauer, das heißt vor allem, systematisch untersucht werden [6]. Gerade die Tatsache, dass in einem astrologischen Kosmogramm — besonders je länger man es auf sich wirken lässt — irgendwann alles mit allem verknüpft zu sein scheint, erfordert eine klare Ausarbeitung der eigentlichen Besonderheiten, die einen berechneten Zeitpunkt charakterisieren. Neben dem Kosmogramm ist deshalb die Erstellung der dazu gehörenden Aspekttabelle unerlässlich. Ein weiteres verwertbares Resultat bietet die Exaktheits-"Hitliste" der genauesten Aspekte (rechts oben in der Abbildung 4).

                                      Abbildung 4 : Aspekttabelle Uranus Konjunktion 0° Widder, 29.01.2011, 16:41 UT

     Wir entnehmen ihr, dass "Venus  3/4  Pluto" drittstärkster Aspekt ist und somit zweitstärkster Hauptaspekt. Alle feineren Winkel unter 30° Länge können als "Nebenaspekte" bezeichnet werden, wenn sie eine höhere Zahl im Nenner des Winkelverhältnisses tragen als 12. Gemäß der Rolle und Bedeutung des "Venus-Faktors", wie im vorletzten Absatz geschildert, sind bei Venus im Quadrat zu Pluto im aktuellen Zusammenhang dramatische Eskalationen in zwischenmenschlichen Bereichen zu erwarten, die Ebenen der Kommunikation unter den Menschen mit eingeschlossen. Ein Blick in Ebertins "KdG", das leider bis heute mangels Alternativen einzige straffe Grundlagenwerk zur Analyse von Planetenzyklen, offenbart unter "Venus/Pluto"-Verbindungen die etwas beschränkt angelegte Formel: "Fanatische Liebe, Wollust" [7]. Einen Aspekt, der fanatisches Verhalten oder dergleichen Methoden im Umgang miteinander ankündigt, dürfen wir daraus dennoch ableiten. Um den Aspekt aber hinsichtlich seines speziellen Themas genauer einschätzen zu können, fehlt noch ein wesentlicher Baustein.

Deutung der Aspekte

      Eine konsequente Methode, Aspektwinkel zuverlässig zu deuten, bietet die Technik, den Grad im Tierkreis zu analysieren, der Mittelpunkt der Winkelstrecke ist: den Aspektscheitel. Berücksichtigt man dabei die epochalen Lebenswerke der beiden amerikanischen Astrologen Rudhyar [9] und Jones [10], deren bemerkenswertes Verdienst es war, die Grundlagen zur Deutung der 360 Tierkreisgrade umfassend und äußerst sorgfältig neu zu definieren (als die so genannten "Sabischen Symbole"), wird man unter Hinzunahme der Deutungsschlüssel dieser Grade feststellen, dass ein Aspekt für sich genommen, dort an seinem Mittelpunkt, ein wirklich signifikantes Bild entstehen lässt, welches die dazu gehörende Situation treffend charakterisiert. Auf unser Venus-Pluto-Quadrat angewendet, findet man den Aspektscheitel auf 21° Skorpion. Das Bild dieses Grades zeigt einen Soldaten, der sich aus Gewissensgründen Befehlen widersetzt. Rudyar leitet aus diesem Motiv die couragierte soziale Grundhaltung ab, sich wenn nötig den autoritären Prinzipien einer "aggressiven Gesellschaft" entgegenzustellen und mutig die unvermeidlichen Konsequenzen in Kauf zu nehmen [11].

      Wenn wir jetzt die bisherigen Informationen rekapitulieren — und daraufhin die Deutungen der Grade untersuchen, in denen die beiden Kraftpole des Aspekts, Venus und Pluto, zu finden sind — versetzen wir uns zugleich in die Lage, die Bedeutung dieses Aspekts — zunächst für sich genommen — als ein Bild, eine Szene, vielleicht als einen kurzen Gedanken-Trailer vor unserem geistigen Auge entstehen zu lassen. Pluto als der langsamere und damit dominierende planetare Kraftpol des Aspekts durchschreitet 6° Steinbock, von Rudhyar interpretiert als eine Art Zwangspause, in der abschließendes geregelt und Bilanz gezogen wird. Venus als der schnellere und lebendigere Pol beschreibt in 6° Waage die Fähigkeit, ideale Ziele zu visualisieren und zu konkretisieren. Venus, Pluto und der Scheitelgrad ihres Quadratverhältnisses zusammen genommen vermitteln dann das Bild eines (oder mehrerer?) Menschen, durch gewisse Umstände gezwungen, einen konspirativen Plan in dem entschiedenen Bewusstsein zu entwerfen, dass dessen Umsetzung Widerspruchsgeist und engagiertes, vielleicht verzweifeltes, ultimatives, wenn auch nicht unbedingt verantwortungsloses Handeln verlangen wird.

      Szenarien wie in Kleists Novelle "Michael Kohlhaas", die Schicksale der Geschwister Scholl, des Grafen Stauffenberg, nicht zu vergessen des Attentäters Georg Elser sowie tausender Widerstandskämpfer gegen die Nazis oder andere totalitäre Regime mögen einem in den Sinn kommen, doch letztlich bedingt hier immer auch, ebenso wie beim bekannten Beispiel jenes Physikers, der in seinem Versuchsaufbau die Elektronen entweder als Welle oder als Teilchen wahrnimmt, der persönliche Blickwinkel des Betrachters das jeweilige Ergebnis einer solchen Untersuchung.

     Zweifelsohne objektiv sind die Positionen der Planeten und Sterne im heliozentrischen oder galaktischen Bezugsrahmen. Demgegenüber subjektiv deren Interpretationen oder Auslegungen, z.B. durch einen Astrologen! Da es kaum 'wissenschaftlich' zu nennende Standardisierungen für astrologische Aussagen gibt, verlassen sich die meisten Astrologen auf die Rezepte, die von den Regeln der klassischen Astrologie ausgehen, doch deren Basis, das geozentrische Weltbild des Ptolemaios ist objektiv widerlegt, spätestens seit Kopernikus und Kepler zuverlässige Beweise lieferten für die Gültigkeit der heliozentrischen Gesetzmäßigkeiten der Planetenbewegungen unseres Sonnensystems.

      Im Rahmen der in der Antike als gültig erkannten Daseinsvoraussetzungen öffnete die alte geozentrische Astrologie zwar das Tor zu einer geheimnisvollen Burg des Wissens und der Wahrheit — doch der Wissenssucher gelangte von dort leider nicht wirklich über die Kellergewölbe hinaus. Nach damals üblichen Denkmustern durchaus wissenschaftlich und objektiv, eine Entscheidungshilfe von himmlischer Legitimität, hielten die Machthaber sie sogar für gefährlich genug, sich möglicherweise gegen sie selber richten zu können, so dass sie sie entweder verboten oder eifersüchtig für sich behaltend exklusiv nutzten, oder gelegentlich auch beides. Die Astrologie der Heliosphäre, einmal veröffentlicht und von ihren Prinzipien her verstanden, kann uns allen neue Dimensionen der Erkenntnis und Voraussicht eröffnen. Möglicherweise erkennen Astrologen plötzlich, dass diese Prinzipien auch eine Bereicherung für die geozentrischen Horoskope bieten. Es liegt jetzt an uns, im Bewusstsein dieses neuen Wissens zu handeln.

     Denn was heute immer noch, wie eh und je, auf dem Spiel steht, ist die sichere Entscheidung zwischen richtigem und falschem Handeln. Hierfür eine verantwortungsbewusste Hilfe anzubieten, war und ist eine der wesentlichen Aufgaben der Astrologie. Für Präsident Truman, mit Atombombenabwürfen über Japan den für die Amerikaner opferreichen Weltkrieg zu beenden, ist aus globaler und humanistischer Perspektive eine desaströse Fehlentscheidung gewesen, mit unabsehbaren negativen Konsequenzen. Vielleicht wussten Truman und seine Zeitgenossen einfach noch zu wenig über die mit der Kernspaltung verbundenen Folgen radioaktiver Verseuchung über alle nationalen Grenzen hinaus, um global verantwortlich handeln zu können, außerdem befanden sie sich ja vermutlich in einer Zwangslage. Massenmord als Friedensinitiative? Heute sollte sich eigentlich keiner mehr solche Derbheiten leisten dürfen, bis Ende des 20. Jahrhunderts und in manchen Staaten bis heute, erachten es staatliche Führer und Regierungen als völlig selbstverständlich, mal eben einige Menschen erschiessen zu lassen. Aber was tun? Was sollen wir angesichts unserer aktuellen Zwangslagen beachten oder überhaupt erst mal lernen — und was hat das mit heliozentrischer Astrologie zu tun?

     Je weitreichendere Räume des Wissens sich die Menschheit mit der Zeit erschließt, umso zahlreicher werden auch die Faktoren, die im Rahmen solchen Wissens beachtet und womöglich verantwortet werden müssen, selbst wenn sie dem menschlichen Bewusstsein einen Spagat abverlangen zwischen den Widersprüchlichkeiten subjektiver Ansicht und objektiver Sachlage. Das geht bis zu einem Punkt, wo der Einzelne im Extremfall aufgeben muss, und zugeben, dass er die Anzahl der Attribute einer Sache nicht mehr alleine oder ohne weitreichendere Auseinandersetzung überblicken kann. Immerhin gibt es noch jenseits aller Wissenschaftlichkeit ein besonders radikales Ereignis in jedes Menschen Leben, das alle subjektiven Ansichten und seine beschränkten Beurteilungen zuverlässig objektiviert: das ist der Tod. Der Moment der ultimativen Wahrheit, in dem jedes Leben Seele mit dem Sonnenlicht verschmilzt und aufgeht im Kollektiv der Sternen-Seele. Der Tod, und damit die Erkenntnis von Wahrheit und Sinn des Lebens, ist die vitale Erfahrung dieser Relativierung egozentrischer Anschauungen, die nicht nur die Konfrontation mit der individuellen Endlichkeit mit sich bringt, sondern, wenn man diese Erfahrung persönlich macht, potenziell in der Lage ist, erste Ansätze von Objektivität im Bewusstsein herzustellen. 

      Dieses transzendentale Erlebnis existiert in jedem von Geburt an mehr oder weniger bewusst ausgeprägt. In früherer Zeit vermutlich als eine demütige und oft religiös motivierte "Fürchtigkeit" empfunden, die, unter dem Joch strenger moralischer Konventionen, eine radikale ethische Entscheidung forderte, wird inzwischen lieber von "Respekt" gesprochen und die Fähigkeit zu sozialer Rücksicht oder tolerantem Akzeptieren gemeint. Aber wir sollten dann doch diese besondere Erfahrung, oder besser: Instanz des Bewusstseins korrekterweise bei ihrem wirklichen Namen nennen, als das 'Gewissen'. Wir wissen: Abgeordnete  unserer parlamentarischen Volksvertretung (im Gegensatz zu Entscheidungsträgern in Wirtschaft und Wissenschaft) sind gänzlich ihrem Gewissen verpflichtet, was ihre Verantwortlichkeit und ihre Entscheidungen betrifft [12]. Aber wonach richten sie sich wohl, wenn ihre Entscheidungen wie so oft nahezu einmütig den Interessen von Förderern aus einflussreichen gesellschaftlichen Gruppen oder dem Fraktionszwang ihrer Partei folgen?  Folgen sie dann wirklich ihren Idealen, die sie vielleicht einst Volksvertreter werden ließen? Gehorchen sie ihrem Gewissen oder vielleicht eher quasi-okkulten "grauen Eminenzen" eines wiedergekehrten Baals-Kultes, die ihren Willen und ergo ihre Möglichkeiten beeinflussen, mit der reinen Instanz dieses Gewissens Kontakt aufzunehmen? 

     Für die ethische Einstellung der kardinalen Waage-Venus im abnehmenden Quadrat zu Pluto bestimmend sind unvermeidlich einmal das Gewissen, zum anderen das Bewusstsein vom Wert einer Umkehr von und aktiven Konfrontation mit konventionellen Behaviorismen [13]. Bewusste Abkehr vom korrupten Verhaltensreflex à la: wes' Brot ich ess, des Lied ich sing! Oder auch Abkehr von bequemem Opportunismus, der aus Angst vor Bestrafung wegen eines Ausbruchs aus der Konformität brav, still und selbstverachtend geübt wird. Deshalb werden sich viele Politiker um ihrer Glaubwürdigkeit willen in Zukunft nach neuen Prämissen orientieren müssen. Und weil sterben für alle, deren Zeit dafür noch nicht gekommen ist, nicht in Frage kommt, hilft nur eine, von uns Lebenden aus gesehene, jenseitige kosmische Sicht aus der Nabe auf die Felgen des Zeitenrades, um zu lernen, das subjektive Bewusstsein in Richtung objektiver Bewusstheit zu öffnen. Und weil auch die rituelle Befragung der Ahnengeister für die meisten nicht mehr in Frage kommt, außerdem dem Anspruch nach ganzheitlicher oder globaler Objektivierung nicht wirklich gerecht wird, darf sich darauf gefreut werden, unsere astronomischen Möglichkeiten zu nutzen, und das eigene Leben aus der Perspektive der Astrologie der Heliosphäre zu betrachten — sozusagen "von oben".     

     Wollen wir aber noch mehr wissen über das Aspektgefüge des heliozentrischen Kosmogramms unserer neuen historischen Epoche — und wir wollen mehr wissen, wenn wir uns für die Wahrheit hinter den Schleiern der Realitäten interessieren! — sollten wir den Signifikatoren der Zeichen Beachtung schenken, die jenen Tierkreiszeichen verwandt sind (Abbildung 2), in denen sich Venus, Pluto, die Erde als Signifikator der Quadrate und der Aspektscheitel des Venus-Pluto-Quadrats aufhalten: für Waage Jupiter, für Steinbock Neptun; die Erde (inkl. Mond) im Löwen projiziert die Wirklichkeit des Mars, und der Scheitel des Venus-Pluto-Aspekts im Skorpion unterliegt den grundlegenden gesellschaftlichen Normen, sowie dem gesamten Komplex aus staatlichen Regeln, Ausschlusskriterien und Tabus und ihren zeitweisen Belastungsproben, repräsentiert von Saturn. Denn so wie Uranus und das Tierkreiszeichen Schütze gesellschaftlichen Fortschritt und individuelle Fortbewegung mit kollektiven Mitteln bedeuten können, so bestehen Saturn und Skorpion auf verbindliche, feste Regeln und stabile oder sichere kollektive Formen, Muster und Prinzipien. Dazu gehören auch die Begrenzungen unseres Daseins innerhalb der für die materielle Wesens-Form (Merkur) gültigen Lebensbedingungen — halten wir uns vor Augen, dass 3 Sonnenumläufe des Saturn zu jeweils 28 Jahren einem Uranusumlauf von 84 Jahren entsprechen! — , dazu gehören schließlich auch solche Instanzen des Bewusstseins wie Angst, Egoismus (Abschottung) und nichtsdestotrotz das Gewissen.   

     Saturn befindet sich in einem Grad, bei dem es um die Konzentration und Verwertbarkeit von Rohstoffen aller Art geht, im Luft-Zeichen Waage bis hin zum Rohstoff Wissen und Information. Venus orientiert sich daran, indem man sie in die applikative Konjunktion mit Saturn laufen sieht. Beide Planeten befinden sich in Waage unter Leitung Jupiters im Widder, der kurz vor Uranus einen neuen 12jährigen Tierkreiszyklus begonnen hat. Sein Gradsymbol 11° Widder zeigt das Oberhaupt eines Volkes und er befindet sich kurz vor der Opposition — etwa 85 Gradminuten — zu Saturn, womit die Herrscherkreise eindeutig von der Wissenssuche mit betroffen sind (ebenso ihrerseits versuchen, Informations- und Kommunikations- oder sonstige Rohstoffquellen im weitesten Sinn unter Kontrolle zu bringen, siehe die Diskussionen um WikiLeaks ab 2010). Der Aspektscheitel der Jupiter-Saturn-Opposition symbolisiert Forschung und Nachforschung "auf allen Ebenen", was allemal an die Internet-Aktionen investigativen Revolutions- oder Volksjournalismus erinnert, die nicht nur in Ägypten den Aufständischen erlaubten, die ganze Welt via Web an ihrer Lage teilhaben zu lassen, sondern zudem zwei Wochen nach dem Uranus-Ingress in Deutschland tausende in dem Ehrgeiz vereinte, kurioserweise ausgerechnet die Doktorarbeit des Verteidigungsministers ins Visier zu nehmen und als Plagiat zu entlarven, was, wie wir alle gesehen haben, sehr rasch dessen Rücktritt bewirkte.

     Wie Jupiter steht auch Mars im Gegenzeichen seines Domizils, auf 11° Wassermann, kurz nach der Konjunktion mit Ceres, im Sextil zu Jupiter, im Gradminuten-genauen Trigon zu Saturn und in Opposition zur Erde. Merkur als allgemeiner Signifikator der Oppositionen im mittleren Dekanat des Schützen symbolisiert selbstbewusste Stärke bei der Verteidigung idealer Werte, individuellen Widerstand und Beharrlichkeit. Uranus und Schütze sind die Gegenpole von Venus und Zwillinge, insofern die Metaebene individueller Kommunikationsmethoden, deshalb kollektive technologische Strukturen der Kommunikation, von allem was sich schnell bewegt, Rad oder Flügel, Strom oder Radiowellen bis hin zu Waffen, auch in geistiger Hinsicht. Merkur ist der Mensch an sich, mit allen seinen individuellen Attributen oder auch sein Lebensweg und persönliches Tao. Aus seiner Stellung im Uranus-Zeichen Schütze geht in jedem Fall hervor, dass die Umwälzungen, die der neue Uranus-Zyklus hervorbringt, das Individuelle als Wert an sich in wesentlicherer Weise betreffen und hervorheben werden, übrigens in Kontrast zum "Massenwahn" des vorhergegangenen Uranus-Zyklus, der von nun an als Epoche der Gleichschaltung, der korrupten Syndikate und machtgeilen Diktatoren in die Menschheitsgeschichte eingegangen sein sollte.

     Der Beginn eines neuen Mars-Ceres-Zyklus im zweiten Drittel des Wassermann ("Überfahrt" [14]) beschert erneuerte Absichten in Bezug auf kulturelle Entwicklungen und Produktionsverhältnisse, die den Charakter einer Mission oder Suche annehmen können und diverse unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen in ihren Bann ziehen. Die Mars-Ceres-Konjunktion mit Sextilen zu Merkur im Schützen und Jupiter im Widder bildet auch den Mittelpunkt zum separativen Merkur-Jupiter-Trigon. Indem dieses Schütze-Trigon dem Menschen "die Tür weist", führen ihn seine Absichten über sich selbst hinaus, so oder so: Die momentan scheinbar zurückgestellte bemannte Weltraumfahrt wird neue 'blühende Landschaften' auf außerirdischen Kontinenten versprechen und Himmelsstürmer vom Schlag eines Neil Armstrong — den ein Mars-Ceres-Quadrat im heliozentrischen Geburtsbild auszeichnet — werden als Vorhut die weiten Räume des "Hades" besiedeln. Der Signifikator des Wassermannzeichens, Quaoar [15], befindet sich währenddessen im dritten Schütze-Dekanat und damit noch für die Dauer dieses Jahrzehnts, an dessen Anfang wir erst stehen, extrem unter Druck. Insofern werden Sachzwänge, denen zuvor einzelne oder einzelne Gruppen, gelegentlich auch einzelne Nationen unterworfen waren, weiterhin globale Ausmaße annehmen, was in der derzeitigen Auseinandersetzung um die "Lösung der Frage der Endlagerung" [16] radioaktiver Abfälle schon akut zum Vorschein kommt. Vermutlich wird man irgendwann das Unangenehme mit dem Pragmatischen verbinden wollen und versuchen, den Atommüll jenseits des Erdorbits auszulagern.

     Mit Merkur im Schützen wird Mensch nicht mehr aufzuhalten sein und der 3/16-Aspekt [17] zu Venus lässt ahnen, dass er ein 'geborener Umstürzler' werden wird. Die Botschaft des zentralen Zeichens des Kosmogramms (Abbildung 1 : Uranus –> 0° Widder 2011, im zentralen Kreis das I-Ging-Hexagramm Nr. 49), zusammengesetzt aus den Positionen von Merkur und Venus in ihrem Verhältnis zur Erde, vermeldet eine vollständige innere und äußere Erneuerung der Welt durch revolutionäre globale Veränderungen. Es enthält allerdings auch ein permanentes Menetekel, ein mystisches Omen, denn nicht nur die Ereignisse Anfang 2011 flammen in seinem Rahmen auf, es ist auch die zu erwartende Zeitqualität der kommenden 84 Jahre und ihre Etappen, die das gesamte Kosmogramm astrologisch in sich birgt.

Aspekte der Zeit

     Ereignisse in der Zukunft sind zwar nicht in erster Linie dazu da, vorhergesehen, sondern vor allem, um gelebt zu werden. Ähnlich wie die Meteorologie kann aber die Astrologie Rahmenbedingungen sondieren, welche mit zukünftigen Zeitpunkten einhergehen und das dann in symbolischen Bildern formulieren, wie wir es vom Orakel von Delphi kennen. Manch begabter Mensch mag auf dergleichen Fundament sogar seine Intuitionen und Inspirationen so präzise entwickeln, dass diese das Kommende treffend charakterisierten. Aber könnte es dadurch nicht auch bewusst verhindert werden und den Hellseher Lügen strafen, nicht obwohl, sondern weil er es vorhergesagt hatte? Für einige Anlässe wäre das vielleicht dennoch gut und gerechtfertigt, für andere jedoch gleichermaßen nicht. Allerdings sollten solche Überlegungen die Astrologie und ihre verschiedenen Möglichkeiten nicht unnötig problematisieren. Für Journalisten, Erfinder, Historiker, Dichter, Musiker, Philosophen und viele andere kann sie einfach als ein reicher Fundus an Ideen dienen. Eine Quelle, deren Ströme sich in Aktualität verdichten, wenn man in der Zeit voraus denkt und umgekehrt, wenn sich die kristallisierten Indizien von etwas, das stattgefunden hat, in ihrer Entwicklung nachvollziehen lassen bis zu einem besonderen Zeitpunkt ihrer Entstehung, dem sie entsprungen sind. So unterstützt sie uns "Fünklein Mensch"  (Jakob Böhme) bei vorausschauenden Überlegungen, was an entscheidenden Etappen historischer Übergänge nützlich wäre, nämlich uns mehr über die Konsequenzen unseres Handelns nachdenkend auseinander zu setzen, in beiderlei Richtung: in vorausblickender Vorbereitung und in reflexiver Erkenntnis.

     Es ist tatsächlich schon ein Vorteil angesichts der Probleme, die die Menschheit momentan auf sich zukommen sieht, wenn es gelingt, einem weiteren Kreis von Leuten die Logik einer zyklischen Entwicklung der Geschichte nahe zu bringen, wo doch die Vorstellung eines linearen Zeitstrahls heute immer noch maßgeblich scheint, wenn Wissenschaftler und ihr Publikum Ausblicke auf Chroniken des Werdegangs unserer Spezies unternehmen. Zeit ist Bedingung für Entwicklung und deshalb haben wir keine adäquate Vorstellung von den Möglichkeiten und den Bedingungen dieser Entwicklung, solange wir nicht in der Lage sind, Zeit und die mit ihr einhergehenden Phänomene der Wandlungen und Metamorphosen als ein dem Aufbau unserer Natur und ihren Gesetzen innewohnendes Element zu begreifen, das von den Rhythmen der Planeten-Zyklen moduliert wird. Unseren Zeitbegriff zu optimieren, verlangt, ihn zu objektivieren — oder, wie es Rudhyar ausgedrückt hätte, ihn zu "planetarisieren" (in Anlehnung an eines seiner Werke: "The Planetarization of Consciousness").

     Dahinter existiert ein Element aus sehr vielen Bausteinen, in "der Zeit" — die besser mit "die Zeiten" beschrieben wäre — als eine komplexe zyklische oder spiralige, natürliche Struktur erkennbar, mit diversen Facetten und Bezugsebenen. Uranus, dessen Zyklus im Verhältnis zum Frühlingspunkt die gesellschaftlichen Richtungsänderungen im Rahmen weltpolitischer epochaler Schritte anzeigt, ist nur eine Perspektive von vielen Dutzenden möglichen, aber er hat seinen konkreten Platz und seine Bedeutung wegen des deutlichen Bezugs zu den menschlichen Lebensphasen, die in einem Zeitraum von 84 Jahren in 12 siebenjährigen Phasen ablaufen. Durch das Verhältnis zur tropischen Tierkreisebene, die vom Frühlingspunkt ausgeht,  ist die Bahn jedes der 12 Hauptplaneten der Heliosphäre in Bezug zur irdischen Realität gesetzt, was in der Positionsbezeichnung zum Ausdruck kommt, die in Abbildung 4 jedem Planetensymbol beigefügt ist. Durch seine Position in einem der 30 Grade eines Tierkreiszeichens befindet sich damit jeder der Planeten schon in seinem Grundzyklus in einem mehr oder weniger deutlichen Aspekt zur Realität.

   Abbildung 5 : Beispiel Sternfigur 7. — Septil-Aspekte werden moduliert durch Waage und Jupiter

In den Relativen Zyklen der Aspekt-Verhältnisse der Planeten untereinander erlauben wir uns von Energie-Aspekten zu sprechen, wann immer zwei Planeten einen Aspekt bilden, d.h., in einem Winkel zueinander gemessen werden, welcher annähernd der Länge der Winkelstrecken in einer geometrischen Sternfigur der ersten 24 natürlichen ganzen Zahlen entspricht, wobei das Hauptgewicht vor allem auf den ersten 12 Sternfiguren liegt. Denn diese Sternfiguren oder Basis-Zahlen sind auf völlig natürliche Weise mit den Planeten in der Abfolge ihrer Bahnen im Sonnensystem verwandt und ergo den Tierkreiszeichen in ihrer numerischen Abfolge vom Frühlingspunkt aus (siehe auch Abbildung 5 und Abbildung 3) [18]. So entspricht der kürzlich exakt gewordene Aspekt der Opposition im 20jährigen Zyklus von Jupiter und Saturn der Sternfigur 2 oder der "Energie" des Zeichens Stier, die von Merkur gemäß seiner Stellung im Tierkreis moduliert wird. Der 172jährige Zyklus von Uranus/Neptun befand sich zuletzt 1993 im Aspekt der Konjunktion, die mit der Ordnungszahl 1 korreliert und damit das Verhältnis der beiden Planeten unter den Einfluss der damaligen Position des Helio-Barycenters stellt. Im vergangenen Jahr 2010 war Uranus dem Neptun dann bereits um 30° vorausgelaufen und bildete zu ihm den zunehmenden 1/12-Aspekt, der das Zeichen Fische, und die Zwergplaneten Pluto und Eris und ihre Zeichenstellung in den Fokus der Aspektdeutung bringt. In dieser Weise kann man dann mit allen potenziellen Planeten-Kombinationen verfahren, die in Abbildung 4 als schlichtes Kästchen erscheinen.

Die Zeit der "Großen Tiere"

Uranus ist der Taktgeber für die Entwicklungen, insbesondere für die jähen Umbrüche in der menschlichen Gesellschaft, für spektakuläre Unfälle, Katastrophen oder Revolutionen. Es gibt heute sicherlich keinen Astrologen der nicht um die herausragenden Zeitpunkte deutlicher Uranus-Aspekte weiß. In den 1820er Jahren trat Uranus in Konjunktion mit Neptun und in den ersten Grad des Zeichens Steinbock ein — beide in Konjunktion mit dem Sonnenapex, der die Richtung unseres Sonnensystems auf seinem Weg durch die Galaxis anzeigt. Parallel dazu änderten sich die sozialen und wirtschaftlichen Grundeinstellungen auf revolutionäre Weise. 172 Jahre später, 1993, wechselte mit der nächsten Uranus-Neptun-Konjunktion eine neue Phase materieller Massenproduktion die vorherige ab. Computerisierung — "World Wide Web" seit 21. April 1993, genau einen Tag nach der exakten sekundengenauen Konjunktion — und "New Technologies" markieren die Richtung des gesellschaftlichen Fortschritts am Anfang dieses neuen Uranus-Neptun-Zyklus ebenso wie die Auflösung der 3 Machtblöcke der West-, Ost-, und Neutral-Staaten-Bündnisse, zusammen mit dem Fall der Berliner Mauer und des "Eisernen Vorhangs", den einstmals unvermeidlichen Relikten aggressiver Feindbilder des "Kalten Krieges" nach dem Zweiten Weltkrieg.

Im August 1945 bestätigte es sich durch die Explosionen der beiden Atombomben über Hiroshima und Nagasaki zum ersten Mal unignorierbar, dass Uranus seinen Namen wohl zurecht erhalten hatte. Zum Höhepunkt und gleichzeitigen Ende des Zweiten Weltkriegs stand er in exakter Konjunktion mit dem aufsteigenden Knoten seiner Bahn, der in diesen Jahrhunderten seinerseits in Konjunktion mit dem aufsteigenden Sonnenäquator-Knoten (dem eigentlichen "Aszendenten der Menschheit") über 15° Zwillinge langsam, sehr langsam, im Tierkreis voranschreitet. Der Zeitpunkt des Abwurfs der ersten Bombe über Hiroshima am 6.8.1945 um 8:15 japanischer Zeit zeigt Uranus im geozentrischen Kosmogramm in exakter und Grad-genauer Konjunktion mit der Himmelsmitte des Ortes. Zufall? Oder hat der Pilot der amerikanischen Maschine den Zeitpunkt bewusst gewählt? Nach stundenlangem Anflug eher unwahrscheinlich!

Auch am Tag als der Reaktor in Tschernobyl außer Kontrolle geriet — Uranus nun, 41 Jahre nach Hiroshima, in der Nähe des absteigenden Sonnenäquatorknotens — geht er in jenen entscheidenden Minuten geozentrisch exakt am Horizont des Ortes auf (Grad-genaue Konjunktion mit dem Aszendenten), aus astrologischer Sicht mit geradezu verblüffender Deutlichkeit zum "passenden" Zeitpunkt. Uranus war außerdem deutlich beteiligt am Geschehen während der Verwüstungen des Hurrican Katrina (in Europa mit Alpenhochwasser) Ende August 2005 in Konjunktion mit der Erde, ebenso als "Mentor" einer ganzen Generation, im Herbst 1968, der dieses besondere Jahr ihren Namen gegeben hat, in Grad-genauer Konjunktion mit dem Punkt der Totalen Sonnenfinsternis; schließlich an 9/11, dem Tag des Anschlags auf das World Trade Center 2001, lief die Erde über das Aphel, bei den Madrider Zuganschlägen 2004 über das Perihel der Uranusbahn. In der Minute des Einsturzes der Eislaufhalle in Bad Reichenhall am 2. Januar 2006 befand sich Uranus wieder genau in der Himmelsmitte des Ortes. Und die Erdbeben-, Tsunami- und Reaktorkatastrophe von Fukushima geschah während des genauen geozentrischen Übergangs von Uranus über den Frühlingspunkt am 12. März 2011.

Wenn derartig viele Zeitpunkte, in deren Zusammenhang entweder die verunglückten Spiele der Menschen mit tödlichem uranischen Feuer oder Unfälle und gleichwertige extreme Zwischenfälle stattfinden, die Tierkreisstellung des Uranus in den entsprechenden Ereignis-Kosmogrammen exponieren, lohnt es sich, neben seiner Passage über den Frühlingspunkt, all die leicht absehbaren Zeitpunkte genauer zu studieren, in denen der Planet im Laufe seines Zyklus in ein neues Tierkreiszeichen eintritt, besonders jedoch im Fall der kardinalen Zeichen Widder, Krebs, Waage und Steinbock [20], da diese traditionell als Wendepunkte in der Entwicklung der Zeichen des tropischen Tierkreises gelten.


 Jahr  Ingress  Zeitgeschehen  I Ging Hexagramm
 Chinesisches Zeichen
1927 0° Widder Heisenbergs "Revolution in der Physik"; Fließbandproduktionen
HG 26: Große Zähmungskraft: Anhäufung und "im Zaum halten"
füttern, fördern; Großes (Haus-) Tier.
1949 0° Krebs Währungsreform,Wiederaufbau, Beginn des "Wirtschaftswunders"; Kalter Krieg
HG 57: Der Wind; Beharrlicher Einfluss
eher, zuerst, verstorben; Ahnherr, ältere Generation.
1968 0° Waage Studentenbewegung; neue "Entspannungspolitik" HG 40: Befreiung, Heilung
verstehen, begreifen.
1988 0°Steinbock Abbau des "Eisernen Vorhangs" zwischen Ost- und West-Europa HG 56: Wanderer, Reisender reisen; Truppe, Brigade.
2011 0° Widder Revolutionäre Umwälzungen und Bürgerproteste. Kanzlerin Merkels "Revolution in der Energiewirtschaft"
HG 49: Mauserung: Revolution verändern, transformieren; 'feuern', entlassen; Leder.
Tabelle 1: Die Jahre der Uranus-Ingresse zwischen 1927 und 2011

Natürlich stellt sich hier die spannende Frage, welche Zeichen denn die Stimmung, das Lebensgefühl und die aktuellen Gesellschaftsthemen zu Beginn und während des vorangegangenen Zyklus bestimmt haben mögen. Der Beginn des vorherigen Uranus-Grundzyklus war am 16. Mai 1927, als Uranus vor 84 Jahren über den Frühlingspunkt auf 0° Widder lief. Die Tabelle zeigt, in welchen Jahren zwischen damals und heute dann die folgenden Übergänge in die kardinalen Zeichen des Tierkreises stattfanden und welche zeitgeistigen Strömungen damit offenkundig einher gegangen sind. Es lässt sich feststellen, dass zu jedem dieser kardinalen Zeicheneintritte eine bestimmte Art revolutionärer Stimmung einsetzte und sich so ein zeitliches Muster historischer Wendepunkte eines sich durchschnittlich alle 21 Jahre wandelnden Zeitgeistes herausgebildet hatte. Verstärkte revolutionäre Stimmung verbreitet Uranus regelmäßig und zuverlässig, wenn er ins Quadrat, in die Opposition oder in die Konjunktion mit dem Frühlingspunkt geht, also wenn er jeweils in eines der 4 kardinalen Zeichen des Tierkreises eintritt und dadurch einen symbolischen Wendepunkt erreicht, an dem es plötzlich vielen ganz unmöglich erscheint, im Leben so weiterzumachen wie bisher.

Weil die Astrologie der Heliosphäre aus Gründen der leichteren Verständlichkeit mit den Hexagrammen des I Ging verknüpft ist, werden die Grundstimmungen eines Aspekts, welche diese Umbruchphasen oder auch beliebige Kombinationen anderer planetarer Aspekte begleiten, im Zentralen Kreis des Kosmogramms als I-Ging-Hexagramm sichtbar. Allerdings existiert im Zusammenhang mit den Zeichen des I Ging die gleichzeitige Notwendigkeit, von den bisher bekannten Begriffen aus, die diese Zeichen beschreiben, sowohl im weitesten wie im engsten Sinn zu abstrahieren, da erstens, einige der uns überlieferten Namen der Hexagramme bereits im 5ten Jahrhundert vor Christus den zeitlichen und sittlichen Umständen des Konfuzianismus angepasst worden waren und zweitens, die berühmte Übersetzung ins Deutsche, Anfang des 20. Jahrhunderts erschienen, das gesamte Material nicht gerade optimal darzustellen wusste [21]. Es ist daher aufschlussreich, die Textur jenes chinesischen Schriftzeichens, das der Beschreibung eines I-Ging-Hexagramms dient, in die Deutung mit einzubeziehen, darüber hinaus auch seine wörtliche Bedeutung im modernen Chinesisch (wie in der letzten Spalte der Tabelle gezeigt).

Im Jahr 1927 fand der heliozentrische Übergang des Uranus auf 0° Widder am 16. Mai statt. Zwei Tage später, am 18. Mai, ereignete sich das bisher größte Massaker an einer Schule seit es die USA gibt — und es war Selbstmordattentat und Amoklauf in einem. Ein Bauer, der unter der Belastung mit Kreditzinsen und hohen Grundsteuern litt, so dass die Enteignung seiner Farm durch die Justizbehörden drohte, tötete erst seine Frau, steckte dann seine Farm in Brand und während die Feuerwehr dort mit dem Löschen beschäftigt war, sprengte er die Schule seiner Gemeinde mittels Zeitzünder in die Luft; schließlich noch sich selbst in seinem mit Dynamit und Metallteilen voll geladenen Wagen, den er mitten in die Rettungsarbeiten an der zerstörten Schule lenkte [22]. Obwohl das Jahr 1927 angefüllt war mit revolutionären Umtrieben — in Deutschland und anderswo in Europa erstarkten die nazis in Strassenkämpfen gegen die Kommunisten, in China schlachteten sich die zuvor noch miteinander verbündeten Truppen Maos und  Tschiang Kai-sheks gegenseitig ab und in der Sowjetunion begann Stalin seine Verfolgungskampagne gegen Trotzki und seine Anhänger — beschreibt die traurige Symbolik des Attentats auf die Schule in Bath sehr deutlich, welche Art individueller Anmaßung und Größenwahn sich aus diesem Jahr heraus für die Dauer des gesamten Uranus-Grundzyklus unter den Menschen entfaltete. Jedes gesellschaftliche Ereignis bis hin zum eigenen Tod pflegte man seitdem gerne zum Monument eigener Wichtigkeit aufzublasen.

Das meist-gesprochene Wort dieser Epoche? — "Großartig"! Vielleicht aber auch das zynisch-begeisterte "Bombenstimmung", eines der Modeworte der ausgehenden 20er Jahre in Deutschland. Angesichts dessen, was die Menschen in den nächsten Jahrzehnten zu einer ihrer Hauptbeschäftigungen machen würden, liegt es auch sehr nahe, von einer "groß-angelegten Bombenstimmung" während dieses Atomzeitalters zu sprechen. Neben dem verheerenden 2. Weltkrieg und den anderen gar nicht-mehr-enden-wollenden dauernden Kriegen und Abschlachtungen (nicht zuletzt auch der Tiere!) dürfen wir die über 2000 atomaren Sprengungen nicht außer acht lassen, die unsere Erde in diesen 84 Jahren über sich ergehen lassen musste. Gar nicht erst zu reden von den massenhaften Explosionen durch Unfälle im Verkehr moderner Fortbewegungsmittel oder bei ehrgeizigen Projekten.  Und selbst was die wachsende Zahl der Menschen angeht, wurde nur noch von "Bevölkerungsexplosion" gesprochen. Der Vergleich mit dem "Turmbau zu Babel" aus dem Alten Testament ist sicherlich zutreffend für den glücklicherweise gerade zu Ende gegangenen Uranuszyklus. Als Name und Programm für diese Epoche wird in Zukunft und in aller Schlichtheit vor allem der "Größenwahn" genannt werden können, wenn man bedenkt, welche irreparablen Schäden die Zeit der "Altvorderen" der Gegenwart und Zukunft unserer Welt angetan hat.

Doch lassen wir das Schriftzeichen selber sprechen: Es beschreibt das Hexagramm 26 als "Großes Projekt" oder "Großes Schaffen" bzw. "Großes Vorhaben". Das Zeichen des großen Menschen in der linken Hälfte heißt in Verbindung mit einem anderen Zeichen immer "groß, riesig", während das quadratische Kreuz rechts unten ein Feld, einen Acker zeigt. Das Zeichen darüber stellt ein Bündel an Schnüren dar, auch ein Werkzeug oder einen Pflug, in jedem Fall Attribute der Bearbeitung, mit denen ein großes Feld gepflügt, als Grundlage für ein großes Bauwerk oder ein anderes großes Vorhaben bestellt und umzäunt werden kann.  

   Abbildung 6 : Schriftzeichen für I-Ging-Hexagramm Nr. 26, Die große Zähmungskraft / Die großen Tiere.

Das I-Ging-Hexagramm 26 kann auch als "Große Anhäufung" und mit diversen ähnlichen Bezeichnungen verstanden werden, in jedem Fall als das Erreichen einer absoluten Megamanie, die wir rückblickend, aus der sicheren Perspektive des Jetzt, konstatieren dürfen. Ein Detail des Zeichens, das Bündel aus Seilen, sowie andere Attribute, wie sie in der Verwendung der chinesischen Sprache zum Ausdruck kommen, erinnern das Symbol des Faschismus — lat. "Fasces", die Fessel, das Bündel — , die Rutenbündel der römischen Leibgarde, oder an das Füttern, Halten, Züchten und Dressieren eines "großen Tieres", womit auch eine große Herde gemeint sein kann. Ziel all jener Faschisten, Diktatoren und Machthaber, die diese Epoche repräsentieren, war und ist bis heute die Gleichschaltung und Abrichtung der "Masse" der Menschen auf äußerst primitive Reize und Affekte, wozu auch die Methoden der Dressur mittels Strafe und Belohnung, "Zuckerbrot und Peitsche", in kollektivem Umfang angewendet wurden. Das Prinzip der andauernden Anhäufung, der Kapitalismus, war für die beabsichtigte Entfremdung des einzelnen von sich selbst und seiner sozialen Umwelt, sowie mit der gleichzeitig indoktrinierten Ausrichtung auf angeblich "Höheres", ein nützliches Mittel zum Zweck: die völlige Kontrolle über Absicht, Verhalten und Geist der Menschen zu erlangen. Das Massenmedium Rundfunk und das Fernsehen wurden absichtlich derart konstruiert und ab Mitte der zwanziger Jahre der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt, dass das Sender-Empfänger-Prinzip nur in eine Richtung funktionierte: von der staatlichen Rundfunkanstalt zu den Bürgern, aber nicht umgekehrt und "selbstverständlich" ohne die Möglichkeit einer freien Vernetzung, wie sie das Internet heute bietet.

Hitler personifizierte das zunächst vermeintlich positive Postulat dieses Zeichens so kompromisslos und perfekt, dass der von ihm entfesselte Größenwahn zum Weltenbrand und zum "größten Krieg" aller Zeiten geriet. Dadurch widerlegte er jeglichen irgendwie konstruktiven Sinn seiner ehrgeizigen geisteskranken Ziele zwar im Lauf der ersten 21 Jahre nach 1927 selber, dennoch verstand er es, in den 12 Jahren  seiner Alleinherrschaft über Deutschland den bösen Samen seines aggressiven und Menschen-verschlingenden faschistischen Kapitalismus zu säen und nachhaltig zu kultivieren. Weder die Nürnberger Kriegsverbrecherverfahren noch die so genannte "Entnazifizierung", auch nicht die Deklaration der Menschenrechte konnten deshalb verhindern, dass ein von ihm mitgeprägter rücksichtsloser Eroberungsgeist nach dem zweiten Weltkrieg weiterhin in gesellschaftlichen Schlüsselpositionen in Wirtschaft, Justiz und Politik unauffällig residierte und dort seine Fäden zog, um immer weitere Teile der Welt seinen Prinzipien und Praktiken zu unterwerfen. Eine dieser Methoden ist die bekanntermaßen rücksichtslose wie unverantwortliche industrielle Nutzung von Uranspaltprozessen für Bomben und Kernkraftwerke.

Außerdem wollte der "Gröfaz" [23], wie ihn manche nach der verlorenen Schlacht um Stalingrad spöttisch titulierten, die Menschen zu Spielzeugfiguren und willenlosen Erfüllungsgehilfen für seine apokalyptischen Wahnideen umerziehen und mit "Wunderwaffen" wie der Atomenergie ein "Tausendjähriges Reich" begründen, an dessen Verwirklichung neben Otto Hahn, Werner Heisenberg und Carl Friedrich von Weizsäcker eine ganze Reihe weiterer namhafter deutscher Wissenschaftler aktiv mitwirkten, als wäre es das Selbstverständlichste auf der Welt — für Volk und Führer an der Kernspaltung und der Atombombe zu basteln [24]. Hinterher tat es ihnen zwar aufrichtig Leid, angepasst wie die meisten, auf einen Super 'Sprengstoff' hin gearbeitet zu haben, aber die so genannte "friedliche Nutzung der Kernenergie" — was immer das auch heißen mag — war letztlich das Hauptinteresse  der meisten der an der "Göttinger Erklärung" Beteiligten.  Leider ist es ihnen sogar gelungen, ein "Hunderttausendjähriges Reich" der für mehrere Ewigkeiten verstrahlten und verseuchten Erde zu generieren; freiwillig oder aus Versehen und unter dem Zwang, eine diabolische Idee umzusetzen, die ihre Kinder und Nachfahren für beinahe unermesslich lange Zeit in faschistoiden Pflichterfüllungswahn und diverse Abhängigkeiten zwingen, die sie versklaven will in der letztlich sinnlosen, weil lebensfeindlichen Beschäftigung mit todbringender Kernspaltung und ihren unvermeidlichen Konsequenzen. All das eines totalitären Prestige-Projekt-Denkens (von 1927) wegen, und um die maßlose Gewinnmaximierung aus momentaner egoistischer Gier noch steigern zu können und — gewollt oder ungewollt — kleingeistiges, rassistisches Herrenmenschen-Denken "made in Germany" zum allgemeingültigen Maßstab zivilisatorischer Gegenwart erhebend, noch für tausende der uns nachfolgenden Generationen als Zwangs-Realität zu konservieren!

Fragte man in den 1970/80er Jahren die eigenen Großeltern — sofern es sie noch gab — oder andere ältere Personen, die den Epochebeginn 1927 schon  mehr oder weniger bewusst erlebt hatten, nach den allgemeinen oder den persönlichen Beweggründen in faschistischen Kategorien zu denken und handeln, erhielt man — wenn überhaupt — sehr oft zur Antwort, dass ohnehin niemand, der damals nicht dabei gewesen sei, sich vorstellen oder verstehen könne, wie diese Zeit wirklich war. Lag es also an der "Zeit"? Sicher ist, dass diese Zeit Grund und Ausgangspunkt vieler Dinge ist, denen wir auch heutzutage noch begegnen müssen, und eindeutig, dass das Protzen mit individueller oder nationaler "Größe", angesichts ihrer offenkundig destruktiven und letztlich sinnlosen Ergebnisse, nurmehr als peinlicher Anachronismus empfunden werden kann (ähnlich wie der, mangels Einsicht in die Erfordernisse des Zeitenwandels unternommene reaktionäre Versuch, mittels eines "Wachstumsbeschleunigungsgesetzes" die wirtschaftliche Konjunktur zu beleben).   

Im Kosmogramm des Uranus-Widder-Ingresses von 1927 führen die Stellungen der Planeten genauere Umrisse der damaligen Zeit und ihrer Stimmungen vor Augen. Merkur und Venus, die "Stimmungsgeber" des zentralen Zeichens laufen im abnehmenden Trigon-Aspekt zueinander, beide im ersten Dekanat eines Erdzeichens, dadurch sind Dasein und Gesprächsthemen auf materielle und individuelle Versorgungs-Sicherheit fixiert. Merkur und Mars stehen jeweils in ihren eigenen Zeichen und in dieser Kombination mit Absichten und Einstellungen, die von extremer Sturheit, egomanischer Streitlust und oberflächlicher Subjektivität geprägt sind. Ein weiteres Indiz in diese Richtung ist, dass Uranus in Konjunktion mit Eris, dem kosmischen "Zankapfel", auf dem Frühlingspunkt steht. Dies ist gleichzeitig ein Hinweis darauf, dass nicht allzu lange vorher Eris über den Frühlingspunkt gelaufen war und damit eine neue Epoche ihres Grundzyklus' begann, die immerhin entsprechend ihrer Umlaufzeit um die Sonne 557 Jahre dauert.

  Abbildung 7: Uranus —> 0° Widder, 1927

Die bei weitem auffälligste Paarung ist aber die — bis auf eine Gradminute exakte — Konjunktion Venus-Quaoar, zusammen in grad-genauer Konjunktion mit Zosma, dem vierthellsten Stern im Sternbild des Löwen. Venus-Quaoar ist die  vitale und kommunikative Erscheinungswelt des Menschen (Venus) in Abhängigkeit von den Einstellungen und Motiven gesellschaftlicher Gruppierungen, bzw. des Zeitgeists (Quaoar). Thema des Sterns Zosma ist die Rolle des Opfers, möglicherweise auch eine Verstrickung der Täter- und Opfer-Rollen. Die gesamte Konstellation im ersten Dekanat Jungfrau und im I-Ging-Zeichen 56, "Wanderer, Truppe" impliziert beispielsweise das Bild einer Arbeiter- oder Soldatenbrigade angesichts eines Himmelfahrtskommandos. Man könnte es auch so interpretieren, dass sowohl die individuellen Kontakte der Menschen wie auch die kollektiven Beziehungen zwischen den Staaten im Begriff sind, ein perfides Szenario aus Leiden und Gewalt entstehen zu lassen. Das Zeichen des Wanderers deutet ja nicht nur auf beschaulich Reisende, die in Ferienlaune ihrer Sommerfrischlerei nachgehen (das  u.a. natürlich auch!), sondern auf der Ebene der Realität vieler Menschen geht es hier oftmals um ein mehr oder minder ungewolltes Verweilen in fremder Umgebung als Zwangsarbeiter, Flüchtlinge oder Vertriebene. 

Herrin des Jungfrauzeichens ist Ceres, die im ersten Dekanat Schütze, dem Zeichen des Wegziehens oder Abstrahierens, das abnehmende Quadrat von Venus empfängt und ein zunehmendes zu Quaoar bildet. Die Sicherung des Lebensunterhalts (Ceres) erfordert also weitreichende Transaktionen, bis hin zur Übersiedelung in ein anderes Land und betrifft wegen der Einbindung Quaoars wieder sowohl einzelne Personen, als auch ganze gesellschaftliche Gruppen. Weil Ceres die Venus-Quaoar-Konjunktion in der Jungfrau "regiert", ihrerseits aber in Schütze, im Domizil von Uranus weilt, bestimmen Uranus und damit, neben den Katastrophen auch der technische und soziale Fortschritt die Versorgungslage. Infolge der Konjunktion mit Eris kommt es gleichzeitig mit diesen Fragen immer auch zu Rivalitäten, Streit, und Verteilungskämpfen. Uranus wiederum steht im Widder, im Zeichen der Sonne, deshalb sind alle Faktoren, die heliozentrisch mit der Sonne zu tun haben, Signifikatoren dieses Zeichens:


1.) Das Galaktische Zentrum (Z). Ist als kollektives Leitbild der Menschheit eine Art "intragalaktischer Gott", bzw. "die dynamische Ergänzung der allgemeinen Form und individuellen Funktion der Seele". Es steht im Zeichen des Hexagramms 21, "Das Durchbeißen", das den Kampf um Anerkennung des eigenen Rechts, andererseits auch Fremdenfeindlichkeit symbolisiert. Das Sabische Symbol nach Rudhyar auf 27° Schütze schildert den egozentrischen Versuch, sich selbst in seinem Werk zu verewigen [9].

2.) Die Achse von Antapex (AA) zu Apex (A) der Sonne. Zeigt am Antapex die Tierkreislänge des Ortes in unserer Galaxis, von dem sich unser Sonnensystem entfernt und gegenüber am Apex die zodiakale Länge jener Himmelsregion, auf die wir uns zu bewegen. Auf 2° Krebs charakterisiert der Antapex die Herkunft als einen Aufstieg auf eine höhere Ebene, seine Positionierung in Hexagramm 18 bedeutet  jedoch ein vergiftetes soziales Klima aus Hetze, Korruption und Intrige; der Apex gegenüber auf 2° Steinbock offenbart die Resultate von Krieg und Zerstörung als nahende Zukunft. Sein Hexagramm Nr. 17 heißt "Nachfolge" oder "Gehorsam". Abbildung 8 soll verdeutlichen, dass es sich bei den üblicherweise vereinfacht dargestellten scheinbaren Bewegungen der Planeten, in Kreisen oder Ellipsen um die Sonne, in Wirklichkeit um Spiralen handelt, weil unser Sonnensystem als Ganzes einen eigenen Kurs durch die Galaxis verfolgt. 

3.) Northern Node (NN oder NSK) und Southern Node (SN oder SSK) sind die Schnittpunkte des Sonnenäquators mit der Ekliptikebene (Tierkreis). Die Achse des Sonnenäquators im heliozentrischen Kosmogramm entspricht der Horizontebene in einem geozentrischen Horoskop. Der Nordknoten ist der heliozentrische "Aszendent der Menschheit" (Der Frühlingspunkt wird gelegentlich so genannt, wegen seiner Präzession durch die ekliptikalen Sternbilder). Die Knotenachse des Sonnenäquators und die der Uranusbahn liegen fast genau zusammen bei etwa 15° Zwillinge/Schütze.

4.) Das Helio-Barycenter ist das physikalische Masse- oder Schwerkraftzentrum des Sonnensystems. Es befindet sich abwechselnd innerhalb oder außerhalb der Sonne. Entsprechend seiner Eigenschaften ist auch die astrologische Bedeutung: (individuelle) Belastungen und Schwierigkeiten —vitale Gesamtverankerung und kreativer Lebensschwerpunkt. Auch der Punkt gegenüber sollte erwähnt werden, denn er weist auf das, was durch den Druck des Barycenters ausgelöst wird. Sofern so etwas existiert, kann man sich das Helio-Barycenter als das potenzielle "Schwarze Loch" unserer Sonne vorstellen. Obwohl momentan noch ein eher astrophysikalischer als astrologischer Faktor, rundet das HBC die heliosphärische Konzentrik des Planeten-Ensembles als Repräsentant der solaren, seelischen Urveranlagung ab, mit Affinität zum ersten Tierkreiszeichen Widder. Interessant ist, dass das HBC in den Jahren von 1989 bis 1991 als einzige heliozentrische Kraft eine außergewöhnliche Phase der Rückläufigkeit im Tierkreis beschrieb. 


   Abbildungen 8, 9, 10: Sonnenapex und Erdbahn — Sonnenäquatorebene und Erdbahn — Positionen des Helio-Barycenters von 1900 bis 2020 [3]

       Das Helio-Barycenter befindet sich hier im mittleren Dekanat Wassermann [14] im 18. Grad, der u.a. Denunziantentum und öffentliches Anprangern versteckter Absichten verheißt. Ein gefährlicher Grad, der vor Verfolgung, Verrat und "Entdeckt-werden" warnen kann, insbesondere in Bezug auf die Aufdeckung der sozialen und politischen Gesinnung (Quaoar). Es kann sich aber auch um wissenschaftliche Untersuchungen zum Zweck der Erforschung unbekannter Faktoren, Naturerscheinungen oder sonstiger Dinge handeln. Der Oppositions-Grad gegenüber ist beinahe identisch mit der Mars-Position und betreibt seinerseits die akribischen Nachforschungen, die zur Bloßstellung oder einer sonstigen tieferen Erkenntnis führen sollen.

       Im zentralen Kreis fallen die von Mars gesteuerten Aspektwinkel der 5er-Teilung deutlich als nach unten zeigender Keil oder Lanzenspitze auf. Im Fokus des Merkur-Pluto-Quintils steht auf der gegenüber liegenden Seite Ceres, die mit beiden durch Biquintile verbunden ist. Merkur-Pluto ist schon per se ein Außenseiter. Künstler, Schriftsteller, Kriminalermittler, Priester, Machtmensch oder Wanderer zwischen den Welten könnte er sein, ebensogut auch die Geheimpolizei der Regierung. Im Fokus steht Ceres, und Intellektuelle, Dissidenten, Flüchtlinge oder Ausreisende stehen damit unter Generalverdacht. Es wird versucht, sie eines Vergehens oder einer staatsfeindlichen Gesinnung wegen, als Verbrecher und Spione zu überführen. In unzähligen Filmen wurde bis heute dieses dramatische Thema mit künstlerischen Mitteln nacherzählt. Schon alleine die Vorstellung, von staatlich legitimierten Mördern verfolgt und entdeckt zu werden, könnte einem die Luft zum Atmen nehmen. Aber nicht nur die nazis zogen ihre Spinnennetze des Holocausts auf ihrem Reichsgebiet und den Terrains der überfallenen Nachbarstaaten auf. Ebenso die Sowjetunion, USA, Irak, Iran, Israel, Südafrika, die meisten Staaten in Lateinamerika und Afrika, Kambodscha, China und viele weitere machten sich mit dem Terror ihrer Staatsorgane und Geheimdienste einen unguten Namen. Sogar in Kunst und Literatur geht es mit Angst und Schrecken um die sadistischen intellektuellen Genüsse der Gestalter und ihres Publikums. Die wahrscheinlich am meisten verkauften Bücher sind Krimis, auch die meist-gesendeten Fernsehsendungen. Jedes Kind dieser Epoche lernt schon früh, dass mit die größte Macht hat, wer anderen die größte Angst einjagen kann. Homo homini lupus! Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf.

       Man mag einwenden, dass nicht immer und überall in den vergangenen 84 Jahren die Menschen ihre Welt nur in ein grausames Inferno verwandelten, sondern humanitäre, soziale und Lebens-rettende oder Lebens-erhaltende Initiativen und Maßnahmen ebenfalls in großem Stil von sich reden machten, oder jedenfalls Gelegenheit hatten, Einfluss auf die Formung der Realität auszuüben. Amnesty International, die Hungerhilfe-Kampagnen christlicher Kirchen und die internationale Spenden- und Hilfsbereitschaft der Menschen in reichen Gesellschaften, um die Not der Opfer von Katastrophen zu lindern; diverse Unternehmer, einfache Leute, Schauspieler und Prominente, Lehrer, Politiker und Beamte, deren mutiger Einsatz oder selbstlose Hilfe auf der anderen Seite die Bewusst-werdung gesellschaftlicher Mitverantwortung im kleinen wie im großen beispielhaft demonstrierten. Haben nicht auch Leute wie Oskar Schindler, MalcolmX, Martin Luther-King, Petra Kelly, Nelson Mandela, John Lennon und andere, weniger prominente, Geschichte gemacht und diese Epoche mitgeprägt und als Bühne wegweisender Befreiungskämpfe genutzt?

       Das ist selbstverständlich ein Verdienst vieler Persönlichkeiten dieser Epoche. Dazu war allerdings das Einsetzen von Gegentendenzen im Lauf der Jahre nötig, wie sie in Tabelle 1 aufgeführt sind. Auch sind die Rollen von Protagonisten und Antagonisten nicht immer einfach zuzuordnen. Wer einer Mangel-leidenden Bevölkerung wie der deutschen, gedemütigt von internationalen Friedensbedingungen und gebeutelt durch Inflation und Erwerbslosigkeit, Ende der 20er Jahre ein Kollektivbewusstsein nationaler Größe und den einzelnen Bürgern eine Vision versprach, eine großartige individuelle Rolle bei der Expansion des Landes und der Vermehrung der Güter spielen zu dürfen, der war damals in den Augen einer relativen Mehrheit wohl ein Held. 42 Jahre später, mit Uranus in Opposition zum Frühlingspunkt, drehte sich der Wind und es wurde — zumindest einigen — klar, um was für große Verbrechen es sich bei derlei Versprechen in Wirklichkeit handelte, die die stolzen Führer der Welt zu Beginn des Zyklus anzettelten und — von ihren Bevölkerungen legitimiert oder meist auch nicht — gnadenlos durchzogen, im wörtlichen Sinne "über Leichen gehend". Interessant an der Einordnung der 68er-Gegenbewegung zum westlichen kapitalistischen Faschismus und östlichen Stalinismus (Tabelle 1, dritte Zeile), den internationalen Studentenbewegungen in der Zeit des "Prager Frühling", ist die Analogie der Bedeutungen von "Befreiung und Heilung" des I-Ging-Zeichens Nr. 40 mit dem modernen chinesischen Verb "verstehen, begreifen". Eine intellektuelle Revolution, die versuchte, die Wurzeln jener global-menschlichen Geisteskrankheit — die sich ja mit den Kriegen in Korea und Vietnam ebenso fortsetzte wie in den Jahren der "Kulturrevolution" Maos — zumindest in Begriffen und philosophischen Diskussionen dingfest zu machen, um ihr endlich, wenn auch nur schrittweise — z.B. in jahrzehntelangen Märschen auf Demos und durch die Institutionen — wirksamer begegnen zu können.

Am Schnittpunkt der Zyklen

      Wir können daraus den Schluss ziehen, dass der Uranus-Grundzyklus über 84 Jahre die allgemeinen Herrschafts- und Lebensformen bestimmte, die sich zunächst totalitär, dann scheinbar demokratisch gaben. Trotzdem wurden Arrangements mit Veränderungsforderungen gegen die ursprüngliche Grundhaltung und ihre Konzepte eben deshalb nötig , weil an den Wendepunkten Gegentendenzen auftauchten, die Auseinandersetzungen und am Ende von den "Verantwortlichen" Neuanpassungen — oft genug nur zum Schein — an die veränderten soziomentalen Bedingungen verlangten. Eine echte Chance, ihren revolutionären Geist für dauerhafte positive Veränderungen an die Macht zu bringen, hatten die Gegner der "Größenwahn-Gröfaze", wie wir rückblickend feststellen müssen, zu keiner Zeit während dieser vergangenen Epoche. Erst heute, im Frühjahr 2011, ist der Protest der Bevölkerung gegen die "Großen Anlagen" (der Atomindustrie) so machtvoll geworden, dass er endlich auch zum ersten Mal die meisten Politiker berührt und sie erkennen lässt, dass sich diese Zeiten nun sehr wahrscheinlich geändert haben, und daher eine Image-Kosmetik für ihr Attitüden-Portfolio dringend erforderlich wird, weil ihnen sonst niemand mehr zuhören (geschweige denn folgen) würde. Mancher, der jahrelang zu den Sprechern der Lobbies der "Groß-Industrie" gehörte, würde sich jetzt mit einer rasanten 180°-Gewissens-Kehrtwende am liebsten gleich selbst an die Spitze der Anti-AKW-Bewegung stellen.

       Doch jene Mischung aus Verrat und skrupellosem Vorgehen einerseits, zur Schau gestelltem Populismus andererseits, mit der Hitler 1934 beim sogenannten "Röhm-Putsch" die Führer der eher antikapitalistisch eingestellten SA und andere ihm mißliebige Zeitgenossen beseitigen ließ, dürfte in Zukunft nicht mehr ohne weiteres funktionieren, in einer Zeit, in der Leute wie Julian Assange daran arbeiten, der www.Weltöffentlichkeit mit der Veröffentlichung gehackter interner Diplomaten-Korrespondenzen die Kungeleien, Intrigen und Verbrechen der Herrscher-Marionetten vor Augen zu führen.

      Der Aspekt zwischen Mars und Uranus im Ingress-Kosmogramm von 1927, ein zunehmendes Trioktil, betrifft plötzlich veränderte Absichten und sozialen Veränderungswillen (siehe Abbildung 11), gehört bei einem Abstand von 1°21' zum genauen Aspektort zwar nicht zur engsten Auswahl der ersten vierzehn exakten Aspekte, liegt aber deutlich innerhalb des wirksamen Aspektorbis von ±2° für die 7tel, 8el und 9tel Aspekte, die für diese Ordnungszahlen des Herbstquartals im Tierkreis gerechtfertigt erscheinen [25]. Wer jeden Mars-Uranus-Aspekt bereits mit der Signatur des Freiheitskämpfers assoziiert, kann allerdings nicht sehen, welche wesentliche Rolle das spezielle Aspektverhältnis für die präzise Zuordnung des Charakters spielt. Im Fall unseres Kosmogramms des vergangenen Uranus-Grundzyklus der großen "hohen Tiere" und ihrer "alternativlosen" "Groß-Projekte" sehen sich Mars und Uranus in einem Saturnaspekt (Ordnungszahl 8 = Oktil) mit Skorpion/Schütze-Note an, was die beharrliche und wenig kompromissbereite Exklusivität von Planungsverfahren betrifft, die nichts anderes als "von oben" diktiert und auferlegt sind, mit anderen Worten: undemokratisch und korruptionsverdächtig [Beim Mars-Uranus-Verhältnis im Kosmogramm von 2011 finden wir dagegen einen 13/15-Nebenaspekt (in Abbildung 4 nicht aufgeführt!) bei etwas über 48°, der großzügiger gesehen als separativer 6/7-"Goodwill"-Aspekt durchgehen könnte, ein Jupiteraspekt (Ordnungszahl 7 = Septil) mit Waage/Widder-Note]. Es sollte für Astrologie-Erfahrene logisch sein, dass ein Mars im Auftrag des Fortschrittsgeist (Uranus) mit Saturnbetonung wie 1927 eine ausschließliche und "knallharte" Gangart verfolgt, während die Jupiterbetonung von 2011 die Fortschritts-Bestrebungen mehr integrativ planen und unter Einbeziehung vielfältiger Faktoren abwägen wird.        

                            Abbildung 11 : Aspekttabelle Uranus Konjunktion 0° Widder, 16.05.1927, 5:43 UT               

      Und während der Aspektscheitel des Mars-Uranus-Oktils 1927 in den Bereich der Zwillinge fällt, der auf aggressive und gewaltsame Einmischung bei der Durchsetzung von Vorhaben setzt, liegt der Aspektscheitel des Septils 2011 im ersten Dekanat des Fische-Zeichens bei 6° Grad, zusätzlich betont vom Perihel der Mars-Bahn. Nicht nur die Gradsymbole, auch die ihnen angelegten Hexagramme (im äußeren Kranz, Abbildung 7 und Abbildung 1) sprechen hinsichtlich der zeitlichen Erfordernisse eine deutliche Sprache: Mit HG 50, "Der Kessel", läge nach Damian-Knight dem Motiv des 1927er-Oktil-Scheitels in allererster Linie die Absicht der "Arbeitsbeschaffung" zwecks "Aufbau der Kultur" zugrunde, dem des 2011er-Septil-Scheitels hingegen "äußerste Konzentration", die auf Enthüllungen und "neue Einsichten in das Wesen der Dinge" gerichtet ist, da es sich mit HG 57, "der Wind" zur Geltung bringt. Damian Knights ausführliche Erklärung der Bedeutung von HG 57 lässt vorhersehen, dass in der neuen Epoche des Uranus vor allem die Forscher, die Spezialisten und Sucher nach Wissen und Wahrheit endlich endlich wieder gefragt sind, unterstützt von neuesten zur Verfügung stehenden Technologien:  "Wir haben es hier mit der Kraft zu tun, Ideen wiederzuerwecken, die lange geschlummert haben, Licht in eine Zeit der Finsternis zu bringen, die Geheimnisse des Dunkels zu enthüllen ... mit der Art und Weise, wie die Wahrnehmung in das Dunkel eindringt — wie ein dünner, konzentrierter Lichtstrahl. Der Geist funktioniert mit der Präzision und Brennkraft eines Laserstrahls ... Darin liegt die Macht, Rätsel zu enthüllen und Verbindungen herzustellen, die es bisher nicht gab." [26] 

     Viele verschiedene Interessen demokratisch mitzuberücksichtigen und eine sorgfältigere Abwägung des gesamtgesellschaftlichen Nutzens wird zur Bedingung. Geheime oder exklusive Absprachen, wenn es um Belange öffentlichen und staatlichen Interesses geht, sowie Amigo-Privilegien bei der Subventionierung mit Steuermitteln, dürften dagegen fortan nicht mehr als "Wirtschaftspolitik" durchgehen, sondern aufgedeckt, als Verbrechen gegen die demokratische Grundordnung gebrandmarkt, und entsprechend geahndet werden. In der Zeit zwischen 1927 und heute war es in sehr vielen Fällen genau umgekehrt, was nun endlich rigoros skandalisiert werden wird. Wer heute noch Projekte gegen den Bürgerwillen mit Polizeigewalt durchsetzen wollte, der hätte in diesem Moment jegliche Regierungslegitimation hoffnungslos verspielt, weil seine Grundannahmen und die ihnen folgenden Prinzipien schlichtweg nicht mehr zeitgemäß wären! Das Unternehmen WikiLeaks und seinen Gründer Julian Assange darf man eindeutig der Avantgarde der neuen Uranus-Epoche zuordnen. Seine aufgebrachten und nervösen Gegenspieler — jene Unterdrücker, die, wie es scheint, so viel Furchtbares zu verbergen haben, dass sie die Aufdeckung der Wahrheit mit aller ihnen zur Verfügung stehenden Macht bekämpfen müssen — begeben sich voreilig und äußerst naiv in die Rolle der 'hässlichen' Antagonisten dieser historischen shakespeare'schen Aufführung, die heute, zu Beginn der 2. Dekade unseres 21. Jahrhunderts, spielt.

Prognosetechnik

     Die Prinzipien der Vorhersage von konkreten Zeitpunkten in der Zukunft, an denen etwas bedeutungsvolles geschehen wird, hat die klassische Astrologie schon seit langem richtig erkannt in den speziellen Anwendungen der so genannten Planeten-Revolutionen: Direktionen, Progressionen und Transite. Im Bewusstsein und in Anwendung dieser Techniken, lässt  sich verkünden: "hallo, ich weiß was", aber längst ist nicht klar, was dann eigentlich genau geschieht. Und erst mit sehr viel Kleinarbeit (trotz Computers!) lässt sich feststellen, wo es passieren wird, und schließlich — sofern einem das Terminmanagement die Zeit einräumt, die Vorhersage noch vor dem Stattfinden des Ereignisses zu verlautbaren — wird sofort weitergebohrt: wann genau, wie genau, und wo genau dort? Handelt es sich um bedrohliche Ereignisse, würde sich hinterher ein regelmäßiges Jammern mit anklagendem Fragen nach dem warum noch dazu gesellen. Aber, Leute, habt bitte Verständnis: kein Mensch kann alles! Und ein Astrologe erst recht nicht. Vor allem nicht in Umbruchzeiten wie heute, wo wir, ähnlich wie in Fragen der Energieversorgung, über eine Brücke gehen müssen, über die wir von der alten Astrologie zu einer neuen finden.

Was wir allerdings mit der Astrologie der Heliosphäre jetzt schon sehr gut können, ist, in Anwendung der vorgegebenen Grundtechniken und mit Hilfe des modifizierten Deutungsrahmens, die kommenden Muster des Geschehens zu skizzieren und die Muster vergangener oder gegenwärtiger Tatsachen zu erforschen — unter Umständen alternativ zu tendenziöser Geschichtsschreibung.

Das Kosmogramm des Uranus-Widder-Ingresses von 1927 zeigt durch Hinzufügung der Progressionen (blau, im inneren Außenkranz)  und Transite (rot, im äusseren Außenkranz) zum 1. September 1939, die ersten Konsequenzen der nationalistischen Großmannssucht und die akuten Herausforderungen bei Ausbruch des zweiten Weltkriegs (Abbildung 12).

Die Erde im letzten Drittel des Skorpion-Zeichens vermittelte bereits im Grundkosmogramm (vom 16.05.1927) für die ausgehenden 20er Jahre die Stimmung einer Realität zwischen trübsinnigem Wolkenkuckucksheim und und dem sorglosen Glamour anmaßender Illusionen. Sechs Grade vorgerückt und 6 Jahre später — 1933 — tritt sie in das Zeichen des Schützen ein und der revolutionäre Uranus-Impuls übernimmt die Herrschaft. Gleichzeitig entsteht ein Trigon zwischen der progressiven Erde und Uranus — und weil es ein Trigon ist, setzt es die Attribute der Venus unter Strom und das Feld der Zwillinge in Flammen: Kontaktverhalten und Kommunikation ändern sich plötzlich und durch die ihr zugrunde liegende Konjunktion mit Quaoar beeinflusst Venus zudem die politischen und gesellschaftlichen Maßgeblichkeiten und Werte. In "Aktionen wider den undeutschen Geist" demonstrieren die Nazi-Deutschen mit den Bücherverbrennungen ihre radikale Abkehr von Demokratie und den überlieferten geistigen Schätzen vergangener Epochen und ritualisieren mit Fackelmärschen und Massenaufzügen altrömischen Stils den Ausbruch der Diktatur der Kriegstreiber. Hinzu kommt der 5/12-Aspekt des laufenden Uranus auf die Erde im Grundkosmogramm, der die äußersten Kräfte der Fische-Sphäre wie Pluto und Eris ins Spiel bringt (auch den gleichlautenden Aspekt zwischen Mars und Jupiter im Grundkosmogramm). Parallel schlägt plötzlich die Atmosphäre weltweit in eine Kampfansage nationalistischer Strömungen gegen den Internationalismus um. Überall wird wieder marschiert, als hätten hunderttausende unerlöste Gespenster der Opfer des ersten Weltkriegs — vielleicht sogar die Opfer aller bisherigen Kriege — über die Lebenden die Macht ergriffen wie die nazis über den deutschen Staat. Der progressive Löwe-Mars ist zudem in den Hexagramm7-Abschnitt "Die Armee" eingetreten. Bis Kriegsbeginn sollte es also von nun an nicht mehr lange dauern.

Bereits im August 1936 greifen deutsche Truppen in den spanischen Bürgerkrieg ein, auf Seiten des Faschisten Franco. Die progressive Erde ist nun in der Konjunktion mit Saturn im 5. Grad Schütze angekommen. In einem Vierjahres-Plan schreibt Hitler fest, dass die Armee in 4 Jahren einsatzfähig und die deutsche Wirtschaft "kriegsfähig" sein solle [27].      

                                                                            Abbildung 12: Progressionen und Transite 1939


Der endgültige Ausbruch des Weltkriegs im Spätsommer 1939 wird begleitet von mehreren besonders auffälligen Transit-Aspekten (rot): Jupiter und Pluto haben die ersten Grade der Feuerzeichen Widder und Löwe erreicht und bilden ein großes Trigon auf die Saturnstellung des Epoche-Kosmogramms. Neptun erreicht die Konjunktion mit Quaoar, und das Helio-Barycenter exakt die mit Sedna. Letztere steht demonstrativ im Hexagramm-Abschnitt des Zeichens "Große Zähmungskraft", der Grundstimmung der gesamten Epoche.  Mars steht am 1.September 1939 exakt im Quadrat zur ursprünglichen Position der Erde, was er zwar alle 2 Jahre macht, in diesem Jahr ist es dann allerdings Kriegsauslösend — denn seit erst knapp einem Jahr befindet sich Pluto in der Sphäre des Mars, im Löwezeichen. Der unbändige Willenstrieb, Mars-befeuert, wird mit Jupiters Eintritt in den Widder noch angeheizt und Uranus im Stier, im Domizil des Merkur, befindet sich auf dem Höhepunkt des Hexagramm-Abschnitts 43, "Die Entschlossenheit". Auffallend dabei seine grad-genaue Konjunktion mit der Position des Planetoiden Orcus von 1927 [28]. Uranus im Transit betont so die bereits 1927 angelegte Spannung der Opposition zwischen Mars und dem Helio-Barycenter und treibt schon 1938 ihre Realisierung (Quadrat = Erde = Realität) im Scheitelgrad des Aspekts  (17° Stier : "Eine symbolische Schlacht zwischen Schwertern und Fackeln" [29]) auf die Spitze, während die  offiziellen gegenseitigen Kriegserklärung mit dem Herbst 1939 beginnen, nach dem Überfall auf Polen, als der laufende Uranus im Orcus-Grad des Epoche-Kosmogramms steht.

Eine ähnlich spannende Beobachtung lässt sich
bei den Progressionen (blau) machen. Nachdem die progressive Erde 1933 die ersten Schütze-Grade erreicht hatte und 1936 die Konjunktion mit Saturn — bei der eigentlich Deutschlands Kriegsbeginn angesetzt werden sollte, wegen seiner "Schützenhilfe" für Franco in Spanien —, kommt es erst im September 1939 mit Erde die exakte Konjunktion mit dem Plutino 1999 TC36 eingeht, zum vom "Führer" und immer mehr Deutschen herbei gesehnten Kriegsausbruch [30]. Astrohistory's  Erforschung der Kuiper-Gürtel-Planetoiden hat ergeben, dass dieser bislang namenlose, nur numerierte Plutino in mehreren Fällen bei Massenmorden, Massenmördern (oder solchen, die es manchmal gerne sein würden) und bei Demagogenwerk in deutlicher Aspektierung zu einem persönlichen bzw. "inneren" Planeten oder Horoskopfaktor steht. Allein die physikalischen Eigenschaften dieses KBOs strahlen schon eine charismatische, faszinierend-schockierende Attraktivität aus. Es handelt sich um ein recht seltenes Phänomen, 3 Planetoiden, die einander umkreisen — ein "Drei-Komponenten-System". In prominenter Stellung findet man ihn bei Cromwell, Gandhi, Hitler, und Mao. Bei Gandhi steht er im (heliozentrischen) Solar seines Todesjahres in grad-genauer exakter Konjunktion mit Merkur auf 30° Schütze. Anfang 2001, dem Jahr von 9/11 überquert er den Frühlingspunkt, und so befindet er sich in den Tagen des Anschlags wie schon in den Monaten davor, im ersten Grad des Widderzeichens. 1999 TC36 verkörpert unter den Asteroiden der zwölften Sphäre (Fische) den Aspekt des Attentäters, möglicherweise auch Attentate als solche.

Hitler hat ihn geozentrisch (!) im klassischen 1. Haus in Konjunktion mit dem Aszendenten. Heliozentrisch verschmilzt Venus im Scheitelgrad einer großen Konjunktion und belagert von
Uranus und 1999 TC36 im dritten Dekanat des Waagezeichens. Zugleich steht die Erde mit dem Plutoiden in separativer Konjunktion, ungefähr 2° entfernt (Abbildung 13).
                          

   Abbildung 13 : Helio-Kosmogramm Hitler.

Abbildung 13 zeigt Hitlers heliozentrisches Geburtskosmogramm in den Feldern 1 bis 12 des wahren heliozentrischen Tierkreises, dem eigentlichen Bezugsrahmen einer konsequent logischen heliozentrischen Astrologie, ausgehend vom aufsteigenden Sonnenäquatorknoten (Spitze von 1), der Mitte des 19. Jahrhunderts nach den Beobachtungen der Sonne von Carrington festgelegt wurde. Die Position der Erde — Hitlers Lebens-Realität — fällt dabei in das Feld von Hexagramm 6, "der Streit", das den Kampf um irdische Güter darstellt, insbesondere Landbesitz und dergleichen mehr.

Das bizarre Aspektbild in Hitlers Geburtsbild scheint auf ähnliche Weise zu schockieren und gleichzeitig zu faszinieren wie der zur Erdposition (und damit der Welt) des Diktators nächstgelegene Himmelskörper im Kuiper-Gürtel. Der grelle rot-grün-Kontrast und die pentagonal angespannte Struktur der Ballungen der Hauptplaneten erinnern sehr treffend an den Typus des "glühenden Verehrers", der "schwelenden" egozentrischen Ungeduld, die "darauf brennt", kathartische "Feuer zu entfachen". Der so entzündete Mars kultiviert im Jungfrau-Dekanat des Stierzeichens (Domizil von Merkur = die Person, Identität), im Quintil zu Jupiter und Uranus/Venus, die gnadenlose Fratze des staatlich legitimierten Faustrechts des Brutalsten. Merkur als Signifikator der Person an sich steht im elften Grad Widder, dessen Sabisches Symbol den "Herrscher eines Volkes" abbildet [31].

Um mehr über Merkurs "Inventar" zu erfahren, sind neben der Besetzung des Stier-Zeichens die Oppositionsaspekte aufschlussreiche Indikatoren. Allerdings lässt sich in Hitlers Geburtsbild zunächst beim besten Willen kein Oppositions-Aspekt finden, außer man würde die Stellung von Merkur im Widder gegenüber der Venus in Waage mit "Goodwill-Orbis" als eine "weite Opposition" deuten wollen. Es scheint, als seien die 5 Stellien (Planeten-Ballungen) einander abstoßende Magneten, die ein fatales, unwiderstehliches Kraftfeld aufbauen, aber keinen ergänzenden Ausgleich in der Realität durch die Opposition manifestieren könnten. Erst unter Hinzunahme von Positionen der größten unter den in den letzten Jahren entdeckten Kuiper-Gürtel-Asteroiden, offenbaren sie sich dann aber in aller Deutlichkeit: Der oben beschriebene Plutoid Orcus in Grad-genauer Opposition zu Saturn (frei übersetzt: der Staat angesichts des Jenseits) und die Erde in ebenso präziser Opposition zu Makemake (als Kleinplanet klassifizierter Plutoid [32]: Makemake ist derzeit noch schwer zu definieren: Mythologisch trägt er deutliche Züge eines Tierschützers, auch die des Jaguar-Unterweltgottes der Maya "Maximon" [33], mit gewisser Ähnlichkeit zu Germanengott Loki; in extrem negativer Ausprägung möglicherweise die eines listigen Misanthropen und Sadisten, der hauptberuflich oder in seiner Freizeit gerne Menschen, die er ablehnt, schikaniert [34]).

Die vorangegangenen Darlegungen der Techniken und Richtlinien zur Deutung von heliozentrischen Kosmogrammen beschreiben die Grundlagen der Arbeit von astrohistory.de. Sie sollten dazu beitragen, einen umfassenderen, weil kosmischen Eindruck von den Entwicklungsschritten der Menschheit zu vermitteln — davon also, was wir sonst unsere "Geschichte" nennen. Dem astrologisch Bewanderten dürfte es nicht schwer fallen, aus den Informationen zu den vorgestellten Ingress-Kosmogrammen eigene Schlussfolgerungen hinsichtlich der zukünftigen Tendenzen der Menschheit zu ziehen. Während der Atombombenabwürfe auf Japan am Ende des Zweiten Weltkriegs befand sich Pluto im 10.Grad des Zeichens Löwe, exakt dort, wo beim Uranus-Ingress 2011 (Abbildungen 1 und 4) die Stellung der Erde die Erfahrungen unserer gegenwärtigen und kommenden Realität ansiedelt. Und wenden wir die am Beispiel des Uranus-Ingresses von 1927 geschilderten Prognosetechniken an, beispielsweise die Progressionen, dann sehen wir dramatische Auseinandersetzungen um Rohstoffe und Lebensmittel weltweit eskalieren, da die Erde schon vor Ablauf des Jahres in die progressive Opposition zu Ceres läuft. Kurz darauf entsteht auch die Opposition zu Mars und zugleich nähert sich Merkur der Konjunktion mit Quaoar. Zusammen mit ihren kollektiven Interessenvertretungen (auf internationaler Ebene: die Staaten) geraten die Menschen unter Druck. Die Aufmerksamkeit ist auf Krieg fixiert! Und eine Tendenz kommt auf, sich mit einer bestimmten gesellschaftlichen Gruppe zu identifizieren. Nicht nur wegen der Volkszählung vom Mai 2011 könnte die/der eine oder andere aber zu der Vermutung gelangen, dass man sich wieder mal aus Gründen machtpolitischer Erwägungen über die Maßen dafür interessiert, wes Geistes Kind die Bürger sind.  


    

Quellennachweise und Anmerkungen:


[1] Tagespresse vom 31.01.2011 oder Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Liebigstra%C3%9Fe_14_%28Berlin%29

[2] Shao Yongs kreisförmige Anordnung der I-Ging-Hexagramme ordnet das geomantische Bild vom Universum zum Kosmos aufeinander bezogener Gegensätze. Siehe auch Diana f. Hook, I Ging für Fortgeschrittene, Eugen Diederichs Verlag, Köln 1983. S.102ff.

oder Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Shao_Yong

[3] Die hier angegebenen Werte der ekliptikalen Länge oder Breite der Himmelskörper gelten, soweit nichts anderes erwähnt ist, für den heliozentrischen  tropischen Tierkreis. Im geozentrischen tropischen Tierkreis, bzw. von einem Ort auf der Erdoberfläche (geozentrisch/topozentrisch) betrachtet, befindet sich Pluto momentan bereits in einer Entfernung von 1° zu Facies/M22, wird allerdings Anfang April rückläufig und erreicht dann, nach abermaliger Umkehr seiner Bewegungsrichtung, erst im Februar 2012 die Konjunktion mit dem Kugelsternhaufen.
  
    * Alle astronomischen Daten der Himmelskörper nach SOLEX11, Aldo Vitagliano, Università di Napoli, Dipart. di Chimica, 2011.
    * Alle Daten des Helio-Barycenters nach Astro-Toolbox 3.2.2, Dieter Egger, Technische Universität München, 2008. Link: http://www.astro-toolbox.com/index.html

[4] Bernadette Brady, Brady's Book of Fixed Stars, Samuel Weiser Inc., York Beach, Maine 1998. S.299.

[5] Allerdings muss hinzugefügt werden, dass die rechnerische Genauigkeit eines Aspekts nicht alleine entscheidend für seine "Stärke" oder Relevanz gegenüber anderen Aspekten ist, obwohl die relative Exaktheit als primäres allgemeines Hauptkriterium für Auswahl und genauere Untersuchung fungiert.

[6] Nicht nur für die Entfernungswinkel zwischen den Himmelskörpern, auch die reine Tatsache der Stellung eines Planeten in einem bestimmten Grad eines Tierkreiszeichens oder eines ähnlichen Bezugsrahmens sollte genau genommen als "Aspekt" bezeichnet und behandelt werden. Darüber hinaus steckt die astrologische Erforschung der planetaren Winkelbeziehungen derzeit immer noch in den Kinderschuhen.

[7] Reinhold Ebertin, Kombination der Gestirneinflüsse, Ebertin Verlag, Freiburg im Breisgau 1979. S.156.

[8] Abgesehen von stellenweisen Schwächen ist Ebertins Werk zugute zu halten, vielseitige Grundlagenforschungen erstmals umfassend auf den Punkt gebracht zu haben. Wesentlich umfangreicher setzte sich F. Felber in jüngster Zeit mit den Planetenzyklen auseinander, wobei er ähnlich dem astrohistory-Konzept eine neue Zuordnung von Planeten und Aspekten zu den Tierkreiszeichen postuliert, allerdings ohne die eigentlich offensichtliche Verbindung des Ceresgürtels zum Jungfrau-Zeichen zu berücksichtigen, sowie anderer struktureller Ungereimtheiten. Dennoch eines –  neben dem älteren Grundlagenwerk zur Auffassung der Aspekte als "Harmonics" von Hans-J. Walter – ,  insgesamt durch die differenzierte Betrachtung der Aspekttypen gelungenes Werk, von zwei der ganz wenigen zukunftsweisenden Abhandlungen zum Thema "Aspekte" aus den vergangenen Jahren:
1.) Frank Felber, 640x3 Aspekte – Alle 12 Winkel, Jupiter+Uranus Verlag, Graz 2002.
2.) Hans-Jörg Walter, Entschlüsselte Aspektfiguren, Ebertin Verlag, Freiburg im Breisgau 1981.

[9]   Dane Rudhyar, Astrologischer Tierkreis und Bewußtsein – eine Interpretation der360 Tierkreisgrade, Heinrich Hugendubel Verlag, München 1984.
[10] Marc Edmund Jones, Die Sabischen Symbole in der Astrologie, Edition Astrodata, CH Wettswil 1994.
 
[11] Dane Rudhyar, Astrologischer Tierkreis und Bewußtsein – eine Interpretation der360 Tierkreisgrade, Heinrich Hugendubel Verlag, München 1984. S.185f.

[12] Artikel 38, Absatz 1 des Grundgesetzes, u.a. weil Gewissensfreiheit (lt. Art 4) und "die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses" unverletzliches Grundrecht eines jeden sei. Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, Bundesministerium der Justiz (http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_38.html , und http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_4.html ).

[13]  1.) "Behaviorismus", Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Behaviorismus
         2.) "Behavioralismus", Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Behavioralismus

[14] Für einen bildhaften, und dadurch sinnlich nachvollziehbaren Eindruck der Dekanate des Tierkreises eignen sich – wenn auch nicht in jedem Fall, so doch in den meisten – die Motive des Rider-Waite-Satzes. Das zweite Dekanat des Wassermann kann man sich bildlich als "Überfahrt" oder "Übergangszeit", beispielsweise in der Art dieses Motivs vorstellen: http://en.wikipedia.org/wiki/File:Swords06.jpg

[15] Quaoar weist nicht nur die astrophysikalischen, sondern auch die astrologischen Attribute auf, die ihn für die Astrologie der Heliosphäre als Signifikator des Zeichens Wassermann geeignet erscheinen lassen. So kann es kein purer Zufall sein, dass alle berüchtigten Diktatoren des 20. Jahrhunderts mit Quaoar im Tierkreiszeichen Krebs geboren wurden.

[16] http://www.facebook.com%2Fl.php%3Fu%3Dhttp%253A%252F%252Fgffstream-1.vo.llnwd.net%252Fc1%252Fm%252F1289332860%252Fquarks%252Fwdr_fernsehen_quarks_und_co_20101109.mp4%26h%3Dd383a

[17] 1/16 = 22,5°; 3/16 = 67,5°. Die 16tel-Aspektreihe kann man symbolisch mit dem auf derselben Zahl basierenden Tarot-Arkanum Nr. 16, Der Turm, in Verbindung bringen, das Befreiung, Revolution und Sturz der alten Herrschaft zum Thema hat.
Siehe auch: Rider-Waite, The Tower; Wikipedia: http://en.wikipedia.org/wiki/File:RWS_Tarot_16_Tower.jpg 

[18] Dies folgt teilweise den Überlegungen zu den so genannten "Harmonics".

[19] Aphel = Sonnenfernster Punkt der Bahn eines Planeten. Perihel = sonnennächster Bahnpunkt.

[20] Genaueres dazu: astrohistory.de, Zeichen der Geschichte (derzeit noch in Bearbeitung).

[21] I GING – Das Buch der Wandlungen, Aus dem Chinesischen übertragen und herausgegeben von Richard Wilhelm, Eugen Diederichs Verlag, Düsseldorf, Köln 1956 / 1980.

[22] Schulmassaker von Bath, Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Schulmassaker_von_Bath

[23] Gröfatz, Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%B6faz

[24] Fritz Krafft: "Otto Hahn" aus Die grossen Deutschen unserer Epoche, herausgegeben von Lothar Gall 1994, Ullstein Buchverlage GmbH, Berlin 1985, erschienen im Propyläen Verlag; Lizenzausgabe area verlag gmbh, Erfstadt.

[25] Als "exakt", weil im akut wirkungs-relevanten Orbis zum genauen Aspektort, kann man die Aspekte und Planeten der ersten drei Zeichen des Frühlingsquartals des tropischen Tierkreises (1. Widder,Helio-Barycenter+Konjunktion, 2. Stier,Merkur+Opposition, 3. Zwillinge,Venus+Trigone) bezeichnen, wenn die Aspektbildenden schnelleren Planeten der jeweiligen Planeten-Paare in einem Abstand von ± 4° zum genauen Aspektort mit den langsameren liegen. Für die den Ordnungszahlen 4, 5, 6 des Sommerquartals entsprechenden astrologischen Faktoren wird der Aspekt in einem engeren Orbis von ± 3° akut wirksam, bei den nächsten drei Zahlen 7, 8, 9 erscheinen ± 2° angemessen, den drei letzten Zahlen, ihren Zeichen und Planeten ±1°  — letztlich aber entscheidet nach einer guten Tradition jeder Astrologe selber, welchen Orbis er zu welchem Zweck anlegen will. In Anbetracht der 12er-Teilung der Erdbahn in Tierkreiszeichen und der darauf basierenden Logik klassischer Astrologie ist für viele geozentrische Phänomene z.B. der Konjunktions-Aspekt bereits bei Stellung im gleichen Tierkreiszeichen gegeben, mit einem möglichen Orbis von bis zu 30°.

[26] Guy Damian Knight, I Ging für Manager, Eugen Diederichs Verlag, München 1993. S.270/S.305f.

[27] Vierjahresplan, Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Vierjahresplan

[28] Nach der Definition von Astrowiki fordert Orcus zur Auseinandersetzung mit dem Jenseits heraus — vielleicht in besonders betonter Weise, da er wie alle Plutinos jenseits der Quaoar-Bahn ohnehin mit dem Zeichen Fische als dem Tor zum Jenseits in Verbindung steht. Astrowiki deutet allerdings noch im Sinne der erweiterten klassischen Astrologie, deshalb dort u.a. die Zuordnung Plutos zum Zeichen Skorpion:  http://wiki.astro.com/astrowiki/de/Orcus .

[29] Dane Rudhyar, Astrologischer Tierkreis und Bewußtsein – eine Interpretation der360 Tierkreisgrade, Heinrich Hugendubel Verlag, München 1984. S.76.

[30] 1999 TC36, Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/1999_TC36 .

[31] Dane Rudhyar, Astrologischer Tierkreis und Bewußtsein – eine Interpretation der360 Tierkreisgrade, Heinrich Hugendubel Verlag, München 1984. S.54f.

[32] Bei Astrowiki: http://wiki.astro.com/astrowiki/de/Makemake

[33] Kenneth Johnson, Die Weisheit des Jaguars, Heinrich Hugendubel Verlag (Kailash); Kreuzlingen/München 2001. S.116f.

[34] Zu einer vollständigen Beschreibung von Makemake oder anderer Kleinplaneten und Planetoiden liegen derzeit noch keine ausreichenden Kenntnisse aus der Interpretation von historischen Ereignissen und Personen vor. Mit Astrohistory's Astrologie der Heliosphäre gehen wir davon aus, dass alle, bezogen auf die Apheldistanz, näher an der Sonne gelagerten Kuiper-Belt-Asteroiden wie Quaoar und Varuna der elften bzw. Wassermann-Sphäre zuzuordnen sind, alle weiter entfernten wie die Plutinos und die Kleinplaneten Pluto und Eris der zwölften bzw. der Fische-Sphäre.


AstrohistoryZeichen der ZeitBildergalerieKontakt